Câmara de Lobos (Gemeinde) 1Entdeckung und Ursprung des Namens
Câmara de Lobos (Gemeinde)
Originaltitel: Câmara de Lôbos (Freguesia de)
Artikel über die westlich von Funchal gelegene Gemeinde Câmara de Lobos: Er behandelt den Ursprung ihres Namens während Zarcos Entdeckungsfahrt, ihre Kirchen, Kapellen und ihr Kollegiatkapitel, die frühen Siedler, die Fischergemeinschaft und die berühmten Weinberge. Er verzeichnet außerdem ihre Ortsteile, Grenzen, Levadas und Einwohnerzahl.
Ausland
1Entdeckung und Ursprung des Namens
Als die Entdecker Madeiras ihre Schiffe in der Bucht von Machico vor Anker gelassen hatten und mit der Erkundung der Küste begannen, erreichten sie schon am ersten Tag jenen Küstenpunkt, dem sie später den Namen Câmara de Lobos (‚Robbenhöhle‘) gaben. Gaspar Frutuoso berichtet darüber wörtlich Folgendes:
„Als João Gonçalves seine Entdeckungsfahrt auf die oben beschriebene Weise fortsetzte und mit seinen Leuten in den Beibooten (batel) unterwegs war, sahen sie zwischen zwei Landspitzen (ponta) einen mächtigen, großen Bach (ribeira) ins Meer münden. Einige junge Männer aus Lagos baten um Erlaubnis, an Land zu gehen und den Bach zu besehen, der weit und lieblich erschien. Der Kapitän blieb mit den übrigen im Beiboot und ließ sie mit dem Boot von Álvaro Afonso an Land bringen. An Land versuchten sie, den Bach schwimmend zu durchqueren; doch da er stolz in seinen Wassern war und mit solcher Wucht und Wildheit zum Meer strömte, gerieten sie in die Strömung, und der Bach riss sie mit. Sie wären in große Gefahr geraten, hätte der Kapitän nicht vom Meer aus dem Beiboot von Álvaro Afonso, mit dem sie gekommen waren und das mit den Leuten am Ufer lag, zugerufen, sie sollten den jungen Männern rasch zu Hilfe eilen. Auf seine Rufe hin wurden die jungen Männer gerettet und der Gefahr des Wassers entrissen, worüber der Kapitän froh war, denn sie lagen ihm sehr am Herzen. Daher rührt der Name, mit dem er heute Ribeira dos Socorridos (‚Bach der Geretteten‘) heißt; aus der Nähe erschien er jenen jungen Männern schlimmer, als er ihnen zuerst von Weitem vorgekommen war.
Von dort fuhren sie weiter, bis sie auf eine schmale Felswand (rocha) stießen, die wie eine niedrige Landspitze weit ins Meer hineinragt; zwischen dieser Felswand und einer anderen liegt ein ruhiger Meeresarm, wo die Natur eine große Höhle geschaffen hat, gleichsam eine Kammer aus Stein und nacktem Fels. Hier fuhren sie mit den Beibooten hinein und fanden so viele Mönchsrobben, dass es zum Staunen war; das war für die Leute keine geringe Erfrischung und Kurzweil, denn sie töteten viele von ihnen und hatten bei dem Gemetzel große Freude und Lust. Darum gab Kapitän João Gonçalves dieser stillen Bucht den Namen Câmara de Lobos, von dem er seinen Beinamen annahm, weil es der letzte Teil war, den er auf dieser Rundfahrt und Erkundung entdeckte; und von diesem Lugar (Siedlungsrang zwischen Kleinstadt und Gemeinde) nahm er sein Wappen, das ihm der König verlieh, als er ins Königreich zurückkehrte, wie ich weiter unten erzählen werde.“
Zu der Behauptung der Saudades, sie hätten versucht, den Bach schwimmend zu durchqueren, bemerkt Dr. Álvaro de Azevedo sehr treffend:
„Die Ribeira dos Socorridos lässt sich nicht schwimmend durchqueren; denn im Sommer führt sie nicht genug Wasser, und wenn sie in den Winterstürmen anschwillt, ist sie so reißend und führt so viele und so große Steine mit sich, dass niemand es wagen würde, sich ihrer Strömung entgegenzustellen, und wer es täte, käme darin um. In der Jahreszeit, auf die sich der Text bezieht, konnte dieser Bach durchwatet werden. Steht also im Autograf das Wort nado (vado, nach lateinischer Art) für vau [Furt]?
Man kann nicht umhin, die Erklärung des gelehrten Kommentators anzunehmen, die die einzig richtige zu sein scheint.
Der Ursprung des Namens dieser Pfarrei (paróquia), in dem alle alten Chroniken übereinstimmen, liegt in der Begegnung mit den Robben oder Mönchsrobben, wie Frutuoso in den oben angeführten Worten berichtet.
2Kirche, Geistlichkeit und Kollegiatkapitel
Nachdem sich João Gonçalves Zarco in Funchal niedergelassen hatte, erkundete er die Ländereien seines Kapitanats erneut. Als er auf eine kleine Anhöhe oberhalb der Bucht von Câmara de Lobos gelangte, legte er dort den Grund für eine dem Heiligen Geist geweihte Kirche, die er auf eigene Kosten errichten ließ.
Die Gemeinde (freguesia) Câmara de Lobos gehört zu den ältesten dieser Insel; ihre Gründung reicht in den Beginn des zweiten Viertels des 15. Jahrhunderts zurück, ungefähr um 1430. Sitz der neuen Pfarrei war die Heilig-Geist-Kapelle (Espírito Santo), die später an die Kirche St. Sebastian (São Sebastião) überging. Um 1720 wurde die von Zargo gegründete Kapelle, die sich damals in fortgeschrittenem Verfall befand, neu aufgebaut, und 1908 nahm man dort sowie an dem kleinen angrenzenden Haus bedeutende Ausbesserungen vor. Obwohl von dem ursprünglichen Bau vielleicht nichts mehr erhalten ist, bleibt diese Kapelle doch ein kleines historisches Denkmal für den Kreis (concelho) und die Gemeinde Câmara de Lobos. Sie erinnert an den Namen des Entdeckers Madeiras, der sie errichten ließ, und daran, dass sie bei der Gründung der Pfarrei deren Sitz war. Wir wissen nicht, wann die Kirche St. Sebastian erbaut und wann der Gemeindesitz in sie verlegt wurde. Wir glauben jedoch, nicht weit von der Wahrheit entfernt zu sein, wenn wir annehmen, dass beides zu Beginn des 16. Jahrhunderts geschah; im letzten Viertel des folgenden Jahrhunderts wurde das Gotteshaus erweitert und der Glockenturm errichtet. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurden in derselben Kirche sehr bedeutende Arbeiten im Auftrag des Finanzrats (Conselho da Fazenda) ausgeführt, der bei dieser Gelegenheit 291.000 Réis für eine Glocke von 24 Arrobas sowie 620.000 Réis (alte portugiesische Rechnungsmünze; 1$000 = 1000 Réis, 1:000$000 = ein Conto = 1 000 000 Réis) für Paramente beisteuerte.
Der Pfarrer erhielt ursprünglich eine jährliche Pfarrbesoldung (côngrua) von 3300 Réis in Geld sowie 4 Moios Weizen und 2 Pipas Wein. Durch königlichen Erlass (alvará) vom 8. Mai 1591 wurde sie auf 11.000 Réis in Geld sowie 4 Moios Weizen und 2 Pipas Wein festgesetzt; dieses Gehalt erfuhr im Lauf der Zeit weitere und größere Erhöhungen. Über die ersten Priester, die dort das Pfarramt versahen, konnten wir keine Nachrichten erlangen. Wir wissen jedoch, dass zwischen 1570 und 1680 die Padres Manuel Rodrigues, Belchior Drumond, Diogo Nunes, Gaspar Luís, Francisco de Aguiar, Pero Ferreira, Luís da Cunha, António de Novais Ferreira, Bernardino Teles de Meneses, Pedro do Rego Machado, José Pinheiro Taveira und Inácio Alves de Carvalho Pfarrer von Câmara de Lobos waren.
Durch königliches Schreiben (carta régia) von König Sebastian vom 5. November 1576 wurde der Bischof dieser Diözese, Dom Jerónimo Barreto, ermächtigt, an der Pfarrkirche von Câmara de Lobos eine Kuratie (curato) einzurichten. Sie war anfangs bestätigt, wurde aber durch königlichen Erlass vom 26. Februar 1577 widerruflich, „weil es dem Dienst Gottes förderlich ist“. Sie hatte eine jährliche Pfarrbesoldung von 18.000 Réis, verbunden mit der Pflicht, das Amt eines Benefiziaten (beneficiado) des Kollegiatstifts zu versehen.
Die Gemeinde Câmara de Lobos war Sitz eines der neun Kollegiatstifte (siehe dort), die es in dieser Diözese gab und die sämtlich kurz vor 1834 aufgehoben wurden. Das Stift dieser Pfarrei wurde im dritten Viertel des 16. Jahrhunderts gegründet; es umfasste neben dem Pfarrer (vigário) und dem Hilfspriester (coadjutor) drei Benefiziaten, einen Schatzmeister und einen Prediger. 1676 wurden die drei Benefiziatenstellen aufgehoben; ihre Einkünfte dienten zur Finanzierung der Vikarie von Serra de Água (‚Wassersäge‘) und der Kuratien von Estreito de Câmara de Lobos (‚Enge von Câmara de Lobos‘) und Arco da Calheta (‚Bogen von Calheta‘), die im selben Jahr geschaffen wurden.
3Siedler, Kapellen und bedeutende Persönlichkeiten
Câmara de Lobos gehörte zu den ersten Orten Madeiras, die nach der Entdeckung sogleich landwirtschaftlich erschlossen wurden. Hier ließen sich viele Menschen aus dem Königreich (reino, d. h. das portugiesische Festland) nieder, gründeten Familien und wurden zu Stammvätern einer zahlreichen Nachkommenschaft. Mehrere Personen adliger Herkunft besaßen hier viel Land als Sesmaria (königliche Landvergabe an Siedler mit Bewirtschaftungspflicht) und stifteten dort ihre Fideikommisse und Majorate. Unter ihnen können wir João Afonso (siehe dort), einen Gefährten von Zarco, nennen sowie João Caldeira den Älteren, der dem Ortsteil seinen Namen gab, der noch heute Caldeira (‚Kessel‘) heißt. Später erhielten hier ebenfalls Land als Sesmaria: João Salviati (siehe dort), der Stammvater der Florenças; João Saraiva, der dem Ortsteil seinen Namen gab, der seinen Familiennamen noch heute bewahrt; Brás Gil de Faria, der Land am rechten Ufer der Ribeira da Caixa (‚Kastenbach‘) besaß; Diogo Lopes da Estacada, der im Ortsteil Torre (‚Turm‘) viele Ländereien besaß, die später an die Correias übergingen; ferner Álvaro Figueira und andere. Wenn wir uns eigens mit den Kapellen dieser Diözese befassen, werden wir die Stifter der vielen nennen, die es in dieser Gemeinde (freguesia) gab. Fast alle waren Fideikommissstiftungen (instituição vincular) und Sitz verschiedener Majorate.
Vielleicht war dies die Pfarrei Madeiras mit den meisten Kapellen. Noch heute bestehen die Kapellen São Bernardino, Espírito Santo, Nossa Senhora da Boa Hora, Jesus-Maria-José, Nossa Senhora da Nazaré, Nossa Senhora das Preces, Nossa Senhora da Boa Morte, Nossa Senhora da Conceição, São Francisco, Nossa Senhora da Piedade, Nossa Senhora de Fátima sowie die Kapelle Nossa Senhora das Dores auf dem Friedhof. Verschwunden sind dagegen die Kapellen Nossa Senhora de Belém, São João und São Cândido sowie noch weitere.
In dieser Gemeinde bestand das Kloster St. Bernhardin (São Bernardino) der Franziskanerinnen. Erhalten sind davon die alte Kirche, die vor wenigen Jahren vollständig restauriert wurde, und einige Nebengebäude. In ihnen war in den Schuljahren 1831 bis 1833 ein Diözesan-Knabenseminar untergebracht, das dann aufgehoben und dem Priesterseminar Mariä Verkündigung (Seminário da Encarnação) angegliedert wurde.
Am 4. März 1929 ging nahe der Mündung der Ribeira do Vigário (‚Bach des Vikars‘) ein großer Erdrutsch ins Meer nieder. Beim Zurückfluten der Wellen riss das Meer zwanzig Menschen, die sich im Bett dieses Baches aufhielten, mit Gewalt fort; sie kamen dort ums Leben.
Aus dieser Gemeinde stammten Henrique Henriques de Noronha, Genealoge (1667–1730), João Pedro de Freitas Pereira Drumond, Rechtsanwalt und Journalist (1760–1825), Francisco da Silva Barradas, Rechtsanwalt und Schriftsteller (1835–....), Padre Dr. José Gonçalves de Aguiar, Theologe (1831–1895), und Joaquim Pestana, Dichter (1840–1909).
In dieser Pfarrei bestand das Kloster São Bernardino, dem wir einen eigenen Artikel widmen werden. Dort lebte in hohem Grad der Heiligkeit der Franziskaner Frei Pedro da Guarda, bekannt unter dem Namen „Heiliger Diener Gottes“, mit dem wir uns an gegebener Stelle ausführlicher befassen werden.
4Fischerei, Wein, Bodenschätze und Geografie
Diese Gemeinde (freguesia) ist eines der wichtigsten Fischereizentren des Archipels: Einige Hundert Menschen gehen hier dem harten Gewerbe des Fischfangs nach. Ein beträchtlicher Teil von ihnen lebt in einem kleinen Viertel, das gemeinhin Ilhéu (‚Felseninsel‘) genannt wird, unter hygienischen Verhältnissen, die viel zu wünschen übrig lassen. Dennoch soll sich bei der Cholera-Epidemie von 1856 ein bemerkenswerter Umstand ereignet haben: Die Seuche drang nicht bis ins Ilhéu vor, was den damaligen Pfarrer zu der Bemerkung veranlasste, die Epidemie habe gegen den Mangel an Reinlichkeit und Sauberkeit dieses Viertels nicht ankommen können. Der Gottesdienst in der Kapelle Mariä Empfängnis (Nossa Senhora da Conceição) wird von den Fischern unterhalten. Die alten Statuten (compromisso) der zugehörigen Bruderschaft enthielten einige Bestimmungen über die Unterstützung ihrer Mitglieder bei Krankheit und Invalidität und bildeten so eine Art gegenseitiger Hilfe, was durchaus lobenswert war.
Wenn Madeira den kostbarsten und berühmtesten Wein der Welt hervorbringt, so liegen in Câmara de Lobos die Weinberge, die den Rohstoff für seine Herstellung liefern. Es ist eine der Gegenden dieser Insel, in denen die Böden am besten für den Ackerbau genutzt werden, und unter den Kulturen ragt der Weinbau hervor. Gewiss tragen die besonderen Eigenschaften des Bodens, die klimatischen Bedingungen, die günstige Lage und der Schutz vor den Winden wesentlich dazu bei, dass der Wein dieser Gemeinde allgemein als besser gilt als der anderer Gemeinden der Insel und auf dem Markt einen höheren Preis erzielt.
Der Bergbauingenieur Eugenio Ackermann behauptet in seinem 1910 erschienenen Buch L’ile de Madère considerée au point de vue scientifique et economique, im Ortsteil Ribeira da Alforra (‚Bach des Mehltaus‘) dieser Gemeinde ein Eisenerz von einiger Bedeutung gefunden zu haben; er unterzog es einer summarischen Analyse und widmet ihm einige Seiten. Obwohl E. Ackermann kein großes wissenschaftliches Ansehen genießt, ist das, was er in dem genannten Werk zu diesem Thema schreibt, durchaus interessant.
Der poröse Basalt, der sich vom Steinmetz bearbeiten lässt und hierzulande „Cantaria rija“ (harter Werkstein aus porösem Basalt) heißt, kommt an einigen Stellen dieser Gemeinde reichlich vor. Er wird in großem Umfang abgebaut und zu Türpfosten, Schwellen und Fensterbänken, Treppenstufen, Ecksteinen usw. verarbeitet, die in madeirischen Gebäuden und Wohnhäusern vielfach verwendet werden.
Die bedeutendsten Ortsteile dieser Gemeinde sind: Vila, Ilhéu, Espírito Santo e Calçada, Palmeira e Voltas, Pé do Pico, Serrado da Adega, Torre, Aldeia, Quinta do Leme, Saraiva, Jesus-Maria-José, Ribeiro Leal, Lourencinha, Panasqueira, Fajã, Caminho Grande e Preces, Ribeira da Caixa, Heras, Garachico, Nogueira, Caminho Grande e Ribeiro da Alforra, Pedregal, Ribeiro da Alforra e Fonte do Garcia, Rancho, Caldeira, Cruz da Caldeira e Facho und Fontainhas do Mar.
Die Gemeinde Câmara de Lobos grenzt im Norden an die Gemeinde Estreito de Câmara de Lobos, im Süden an den Ozean, im Osten an die Gemeinden São Martinho (‚heiliger Martin‘) und Santo António (‚heiliger Antonius‘) und im Westen an die Gemeinde Quinta Grande (‚großes Landgut‘).
Vier Hauptlevadas (Levada: Bewässerungskanal) bewässern diese Gemeinde: die Levada das Preces, die Levada do Castanheiro und die Levada da Serra, die in Estreito de Câmara de Lobos entspringen, sowie die Levada Nova, die ihren Ursprung im Curral das Freiras (‚Pferch der Nonnen‘) hat.
Die Gemeinde zählt mehr als 9000 Einwohner, obwohl ihr die letzte Volkszählung (die von 1911) nur 7810 zuweist. Trotz dieser Bevölkerungszahl besitzt sie nur zwei staatliche Schulen, eine für jedes Geschlecht. Mit der Stadt Funchal ist die Gemeinde durch die beste Straße der Insel verbunden, auf einer Strecke von wenig mehr als 9 Kilometern.
Aus dieser Gemeinde stammt der Dichter Joaquim Pestana, mit dem wir uns an anderer Stelle befassen werden.
In diesem Artikel
Zeit
Erwähnte Jahre · 14-
Die Gemeinde Câmara de Lobos, offenbar die erste außerhalb von Funchal, wurde mit Sitz in der Kapelle Espírito Santo gegründet.
-
Zeitraum, für den die Namen von zwölf Pfarrern von Câmara de Lobos bekannt sind.
-
König Sebastian ermächtigte Bischof Jerónimo Barreto, an der Pfarrkirche von Câmara de Lobos eine Kuratie einzurichten.
-
Durch einen königlichen Erlass (alvará) wurde die Kuratie von Câmara de Lobos für abberufbar erklärt.
-
Ein königlicher Erlass setzte die Pfarrbesoldungen neu fest: die des Vikars von Ribeira Brava auf 27.000 Réis zuzüglich Weizen und Wein und die Geldbesoldung des Pfarrers von Câmara de Lobos auf 11.000 Réis.
-
Nach einem Beschluss des Prinzregenten vom Oktober 1676 schufen königliche Urkunden Peters II. vom 28. Dezember 1676 mehrere neue Gemeinden und Kuratien, darunter Paul do Mar, Prazeres, Santa Luzia, Camacha, Serra de Água, Arco de São Jorge, Achadas da Cruz, Estreito und Arco da Calheta. Zur Finanzierung einiger von ihnen wurden Pfründen des Kollegiatstifts in Câmara de Lobos aufgehoben.
-
Die verfallene, von Zarco gegründete Kapelle Espírito Santo in Câmara de Lobos wurde wiederaufgebaut.
-
In den Gebäuden des Klosters St. Bernhardin in Câmara de Lobos bestand ein bischöfliches Knabenseminar.
-
Alle neun Kollegiatkapitel der Diözese waren kurz vor 1834 aufgehoben worden.
-
Eine vom Infanterieregiment Nr. 1 eingeschleppte Choleraepidemie wütete von Juli bis Oktober 1856 auf Madeira. Der Überlieferung zufolge forderte sie etwa zehntausend Todesopfer und hinterließ viele Waisen. Álvaro Rodrigues de Azevedo, Luiz Albino Gonçalves und andere leisteten während der Epidemie Hilfe.
-
An der Kapelle Espírito Santo in Câmara de Lobos und dem angrenzenden Haus wurden umfangreiche Reparaturen vorgenommen.
-
Eugène Ackermanns Buch über Madeira, das Eisenerz bei Câmara de Lobos erwähnt, erschien in Rixheim im Elsass.
-
Die Volkszählung von 1911 erfasste die Einwohnerzahlen der Gemeinden auf Madeira sowie 586 Männer und 868 Frauen über 80 Jahre im Distrikt Funchal.
-
Ein Erdrutsch ins Meer nahe der Ribeira do Vigário in Câmara de Lobos löste Wellen aus, durch die zwanzig Menschen ums Leben kamen.
Ort
Erwähnte Orte · 31- Câmara de Lobos · Gegenstand
Die Gemeinde, der dieser Eintrag gewidmet ist.
Gemeinde westlich von Funchal. Das Elucidário führt ihren Namen auf Zarcos Entdeckungsfahrt zurück und beschreibt ihre Kirchen, Kapellen und ihr Kollegiatkapitel, die frühen Siedler, die Fischergemeinschaft und die berühmten Weinberge. Es verzeichnet außerdem die Ortsteile, Grenzen, Levadas und Einwohnerzahlen der Gemeinde.
- Arco da Calheta
Calheta. 1676 gegründete Kuratie, finanziert aus den Einkünften der aufgehobenen Pfründen.
Arco da Calheta ist eine Gemeinde im Kreis Calheta, die 1572 um die Kapelle von São Brás entstand. Ihre Kirche beherbergt Gemälde aus dem 16. Jahrhundert. Der Elucidário behandelt frühe Siedler wie die Andrades, Zuckerrohrgüter, Kapellen, Majorate, die Unruhen von 1834 und 1887 sowie die Bewässerung durch die Levadas von Rabaçal und Pico da Urze.
- Bucht von Machico
Machico. Hier gingen die Entdecker vor Anker, bevor sie die Küste erkundeten.
Bucht bei Machico auf Madeira, die als Ort der ersten Landung der Entdecker gilt. Cadamosto ankerte dort drei Tage nach seiner Ankunft auf Porto Santo. An der Bucht stehen die Kapelle von São Roque und das Fort São João Baptista.
- Caldeira
Câmara de Lobos. Nach dem Siedler João Caldeira benannter Ortsteil.
Caldeira ist ein Ortsteil in der Gemeinde Câmara de Lobos, benannt nach dem Siedler João Caldeira. Dort stand eine 1800 erbaute Kapelle Nossa Senhora da Piedade.
- Curral das Freiras
Câmara de Lobos. Ausgangspunkt der Levada Nova.
Kleine Gemeinde im Inselinneren, gelegen in einem tiefen Tal, das für einen erloschenen Vulkankrater und Madeiras wichtigstes Eruptionszentrum gehalten wird. Das Landgut wurde für die Nonnen des Klosters St. Klara gekauft, die 1566 dorthin flohen und ihm ihren Namen gaben. 1790 wurde Curral das Freiras zur eigenständigen Gemeinde. Zuvor war das Gebiet Weideland und Zufluchtsort entflohener Sklaven und Straftäter; 1927 wurde es ein Julgado im Gerichtsbezirk von Funchal.
- Estreito de Câmara de Lobos
Câmara de Lobos. 1676 gegründete Kuratie; nördliche Nachbargemeinde und Ausgangspunkt von Levadas.
Estreito de Câmara de Lobos ist eine Gemeinde im Kreis Câmara de Lobos auf Madeira, die Anfang des 16. Jahrhunderts um die Kapelle Nossa Senhora da Graça entstand. Sie war das wichtigste Zentrum für die Herstellung von Hüten aus Roggenstroh und für die Käseherstellung. Hier werden Sercial, Verdelho, Tinta und Bastardo angebaut. 1927 wurde sie ein Gerichtsbezirk der Comarca Funchal.
- Funchal
Zarcos Wohnort und die Stadt, mit der die Gemeinde durch eine Straße verbunden ist.
Die Hauptstadt des Archipels und Sitz des wichtigsten Kapitanats, wo die Besiedlung begann; um 1451–52 wurde der Ort zur Kleinstadt erhoben. Seine Bucht, die größte des Archipels, liegt zwischen Ponta do Garajau und Ponta da Cruz und bietet einen geschützten Ankerplatz, obwohl der Hafen nie ozeanografisch untersucht worden war. Das Elucidário behandelt Funchal als Kurort mit Klimadaten und berichtet über die Unruhen im Januar 1906, den Besuch des dänischen Prinzen im Mai 1846 und junge Vulkankegel in der Umgebung.
- Garachico
Câmara de Lobos. Einer der bedeutenden Ortsteile der Gemeinde.
Ortsteil in der Gemeinde Estreito de Câmara de Lobos mit der Grenzkapelle Nossa Senhora do Bom Sucesso. Im Jahr 1927 ereignete sich dort ein Mord.
- Heilig-Geist-Kapelle
Câmara de Lobos. Von Zarco gegründete Kapelle und erster Sitz der Pfarrei.
Die Heilig-Geist-Kapelle in Câmara de Lobos wurde von Zarco gegründet. Sie war der erste Sitz der Gemeinde und stand neben dem Haus, in dem sich die Findeldrehscheibe von Câmara de Lobos befand.
- Ilhéu
Câmara de Lobos. Fischerviertel, das der Cholera von 1856 entgangen sein soll.
Eine schlicht Ilhéu genannte Felsinsel mit einem Fischerviertel, das der Cholera von 1856 entgangen sein soll, und einer Semaphorstation. Als ein Sturm aufzog, ließ man den Dampfer Valente unvorsichtigerweise in unmittelbarer Nähe vor Anker liegen. Der eigene Eintrag zum Ilhéu beschreibt eine Felsinsel am westlichen Ende des Hafens von Funchal mit einer Festung und einem Hafenfeuer, die seit 1890 mit dem Ufer verbunden ist.
- Kapelle Mariä Empfängnis
Câmara de Lobos. Kapelle, die von der Fischerbruderschaft unterhalten wurde.
Die Kapelle Mariä Empfängnis in Câmara de Lobos ist die Kapelle der Fischer. Ihre Bruderschaft unterhält sie; sie beherbergt eine Darstellung des heiligen Petrus Gonzales.
- Kirche St. Sebastian
Câmara de Lobos. Spätere Pfarrkirche von Câmara de Lobos.
Spätere Pfarrkirche von Câmara de Lobos.
Personen
Erwähnte Personen · 32-
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.
-
Gefährte Zarcos, dessen Boot die jungen Männer an der Ribeira dos Socorridos rettete.
-
Einer der frühen Inhaber einer Landzuteilung (sesmaria) in Câmara de Lobos.
- Álvaro Rodrigues de Azevedo1825–1898
Kommentator von Frutuosos Saudades, der darlegte, dass der Bach durchwatet und nicht durchschwommen wurde.
-
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.
-
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.
-
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.
-
Inhaber einer Landzuteilung (sesmaria) mit Ländereien am rechten Ufer der Ribeira da Caixa.
-
Landbesitzer im Ortsteil Torre, dessen Ländereien an die Familie Correia übergingen.
-
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.
+ 22 weitere
-
Bergbauingenieur, der in seinem 1910 erschienenen Buch über Madeira über Eisenerz an der Ribeira da Alforra berichtete.
- Francisco da Silva Barradas1835–189?
In Câmara de Lobos geborener Rechtsanwalt und Schriftsteller.
-
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.
- Frei Pedro da Guarda1435–1505
Franziskanermönch, bekannt als Santo Servo de Deus, der im Kloster St. Bernhardin ein heiligmäßiges Leben führte.
- Gaspar Frutuoso1522–1591
Chronist von den Azoren und Verfasser von „Sehnsucht nach der Heimat“, der zur Namensgebung von Câmara de Lobos zitiert wird.
-
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.
- Henrique Henriques de Noronha1667–1730
In Câmara de Lobos geborener Genealoge.
-
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.
- Jerónimo Barreto1543–1589
Bischof von Funchal, der 1576 die Erlaubnis erhielt, die Kuratie Câmara de Lobos einzurichten.
-
Gefährte Zarcos, der in Câmara de Lobos Land als Sesmaria besaß.
-
Früher Siedler, nach dem der Ortsteil Caldeira benannt wurde.
- João Gonçalves Zarco† 1467
Entdecker Madeiras, der Câmara de Lobos seinen Namen gab und dort die Kapelle Espírito Santo gründete.
-
In Câmara de Lobos geborener Rechtsanwalt und Journalist.
-
Sesmaria-Besitzer in Câmara de Lobos und Vorfahr der Familie Florença.
-
Sesmaria-Besitzer, nach dem der Ortsteil Saraiva benannt wurde.
- Joaquim Pestana1840–1909
In Câmara de Lobos geborener Dichter.
- José Gonçalves de Aguiar1831–1895
In Câmara de Lobos geborener Theologe.
-
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.
-
König von Portugal, dessen königliches Schreiben von 1576 eine Kuratie in der Pfarrkirche genehmigte.
- Manuel Rodrigues1697–1916
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.
-
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.
-
Einer der Pfarrer von Câmara de Lobos zwischen 1570 und 1680.