Faial (Gemeinde) 1Name, Besiedlung und Gemeindegründung
Faial (Gemeinde)
Originaltitel: Faial (Freguesia do)
Eintrag über die Gemeinde Faial an Madeiras Nordküste, eines der ersten besiedelten Gebiete im Norden, das 1550 zur Gemeinde erhoben wurde. Er behandelt die Herkunft ihres Namens, ihre Geistlichen, ihre Kirche und die Wallfahrt am 8. September, ihre Brücken und ihren Kai sowie ihre Ortsteile.
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1Name, Besiedlung und Gemeindegründung
Ihren Namen verdankt die Gemeinde (freguesia) dem Gagelbaum (faia, Myrica Faya). Es gab dort einen Ortsteil (sítio), in dem dieses Gagelgewächs reichlich wuchs. Er erhielt den Namen faial, der sich später auf die umliegenden Ländereien und schließlich auf die gesamte Pfarrei ausdehnte. Zur Herkunft dieses Namens sagt Gaspar Frutuoso, die Gemeinde trage ihn, weil es dort eine große Menge Gagelbäume gebe. Von dieser Pfarrei ließe sich vielleicht, im gebührenden Verhältnis, sagen, was António Cordeiro in der Insulana über die Insel Faial schreibt: „Sie wurde Faial genannt, weil diese Insel ganz voll von vielen und großen Gagelbäumen ist.“
Die Ländereien, aus denen diese Gemeinde bestand, und jene von Porto da Cruz (‚Hafen des Kreuzes‘) waren im Norden die ersten, die in der Zeit der frühen Besiedlung erschlossen und bevölkert wurden. Einer der ältesten Siedler war Lançarote Teixeira, der vierte Sohn von Tristão Vaz Teixeira, dem ersten Donatar von Machico. Die Saudades rühmen ihn folgendermaßen: „Er war einer der besten Reiter der Insel; denn außer dass er aus Neigung ein sehr guter Reiter war, hatte er eine sehr glückliche Hand im Zureiten von Pferden und widmete sich dem sehr, sodass sich zu seiner Zeit in der Kleinstadt Machico sechzig Ritter mit goldenen Sporen versammelten, sehr gut ausgestattet und beritten dank der Bemühung dieses Lançarote Teixeira. Kam dann ein Johannistag oder Fronleichnam, so waren es so viele Reiter für Rohrlanzenspiele (jogos de canas, Reiterturnier mit geworfenen Rohrstäben) und Scharmützel, dass es eher einem Kriegsheer als einem Festvergnügen glich: und obwohl alle in dieser Kunst sehr geschickt waren, ragte er dennoch unter ihnen hervor, sodass man mit Recht sagen kann, er sei das Licht und die Zierde von Machico gewesen.“ Dieser Lançarote Teixeira besaß im Faial viel Land als Sesmaria (königliche Landvergabe an Siedler mit Bewirtschaftungspflicht), darunter das Gebiet vom Ribeiro Frio (‚kalter Bach‘) bis zur Ribeira da Metade (‚Bach der Hälfte‘) einschließlich der Penha de Águia (‚Adlerfels‘), und wurde dort Stammvater einer zahlreichen Nachkommenschaft.
Die Gemeinde ging aus einem besiedelten Landgut (fazenda povoada) hervor, das dort mit seiner Kapelle bestand. Diese war der Geburt der Jungfrau Maria oder Nossa Senhora do Faial (Unsere Liebe Frau vom Faial) geweiht und diente der neuen Pfarrei als Sitz. Padre João Soares war seit 1531 Kaplan dieser Kapelle; zuvor war er Benefiziat (beneficiado) in unserer afrikanischen Festung Asilah gewesen.
Als der königliche Erlass (alvará régio) vom 20. Februar 1550 diese Gemeinde schuf, wurde der genannte Geistliche als ihr erster Pfarrer eingesetzt. Man bewilligte ihm eine jährliche Pfarrbesoldung (côngrua) von 6000 Réis (alte portugiesische Rechnungsmünze; 1$000 = 1000 Réis, 1:000$000 = ein Conto = 1 000 000 Réis), zusätzlich zu den 8000 Réis, die er bereits als Kaplan der Kapelle bezog. Die königlichen Erlasse vom 30. Mai 1572 und vom 20. Juni desselben Jahres erhöhten das Jahresgehalt des Pfarrers auf 20.000 bzw. 25.000 Réis; der Erlass vom 15. November 1591 setzte seine Pfarrbesoldung auf 19.000 Réis in Geld und anderthalb Moios (Getreidemaß zu 60 Alqueires) Weizen fest. Später, durch königlichen Erlass vom 17. April 1780, wurde diese Besoldung erneut erhöht, auf 22.000 Réis in Geld, zwei Moios Weizen und zwei Pipas (Weinfass und Hohlmaß, etwa 400–500 Liter) Wein. Wie gesagt, war Padre João Soares der erste Pfarrer dieser Gemeinde; ihm folgten nacheinander die Padres Bernardo de Quintal, Sebastião Gonçalves, Cristóvão Ferreira, Francisco José, Valentim José, Pedro Catanho de Meneses usw.
Das Wachstum der Bevölkerung führte zur Einrichtung einer Kuratie (curato), die der königliche Erlass vom 11. Februar 1746 genehmigte. Als Erster bekleidete Padre Pedro Catanho dieses Amt; ihm wurde ein Jahresgehalt von anderthalb Moios Weizen und anderthalb Pipas Wein festgesetzt.
2Die Kirche und ihre Wallfahrt
Die Kapelle Nossa Senhora do Faial, in der der Sitz der Pfarrei eingerichtet wurde, lag am linken Ufer des Bachs. In besonders strengen Wintern drohte sie oft von der Gewalt der Strömung fortgerissen zu werden. Auf Betreiben des damaligen Pfarrers (vigário), Padre Manuel Catanho de Meneses, ließ man daher im Jahr 1699 eine Mauer zum Schutz des Gotteshauses errichten. Dies verhinderte jedoch nicht, dass das stärker anschwellende Wasser einige Jahre später die alte Kapelle fast vollständig zerstörte, sodass der Bau einer neuen Kirche dringend notwendig wurde.
Diese Notwendigkeit hatte man schon lange erkannt – nicht nur wegen der Gefahr, der die Lage der Kapelle ausgesetzt war, wenn der Wildbach anschwoll und die Uferflächen überflutete, sondern auch wegen ihrer beengten Ausmaße und des fortgeschrittenen Verfalls, in dem sie sich seit Langem befand. Wir wissen nicht, ob sich die folgende Stelle, die wir im 10. Band des Santuario Marianno von Frei Agostinho de Santa Maria fanden, auf die alte Kapelle oder auf das neue Gotteshaus bezieht: „Die Kirche ist sehr groß und von großer Länge und Breite, und dennoch, so sagt man, wurde sie ganz mit dem Holz eines einzigen Zedernstammes ausgezimmert – ein Zeichen, dass er sehr groß oder überaus groß gewesen sein muss; er wurde dort nahe derselben Kapelle Unserer Lieben Frau gefunden …“ An anderer Stelle fanden wir ebenfalls eine gewisse bauliche Einzelheit, die sich jedoch auf die alte Kapelle bezieht, wie auch der Verfasser des Santuário Marianno selbst am Ende des wiedergegebenen Zitats anzudeuten scheint. Auf Anordnung des Finanzrats (Conselho da Fazenda) vom 20. November 1744 wurde der Bau der neuen Kirche im Wege der Vergabe durch Versteigerung (arrematação) für 7.980.000 Réis (alte portugiesische Rechnungsmünze; 1$000 = 1000 Réis, 1:000$000 = ein Conto = 1 000 000 Réis) an Cristóvão Gomes vergeben. Die Kirche entstand am Hang über dem Bach, wo sie nun vor der ungestümen Gewalt der Strömung geschützt war. Am 5. August 1745 wurde der Grundstein gelegt und gesegnet; wann die Bauarbeiten abgeschlossen wurden, ist unbekannt. Es ist eine geräumige und elegante Kirche mit vorzüglichen Holzschnitzarbeiten, unter denen der Hochaltar durch den erlesenen Geschmack seiner Ausführung hervorsticht. Durch päpstliches Breve vom 30. August 1785 wurde allen, die dieses Gotteshaus zum Fest seines Kirchenpatrons besuchen, ein vollkommener Ablass gewährt; das Fest fällt auf den 8. September, den Tag Mariä Geburt.
In dieser Gemeinde (freguesia) gab es die Kapelle St. Rochus (São Roque), die 1848 Sitz einer neuen Pfarrei wurde, sowie die Kapelle St. Ludwig (São Luís), von der keine Spuren mehr erhalten sind. Noch vorhanden ist die Kapelle Unserer Lieben Frau von der Penha de França (Nossa Senhora da Penha de França) im Ortsteil (sítio) Diferença (‚Unterschied‘). Mit ihnen allen werden wir uns an anderer Stelle dieses Werkes befassen.
Dr. Gaspar Frutuoso schreibt im Jahr 1590 über diese Pfarrei Folgendes: „Diese Gemeinde dürfte etwa hundert Haushalte (fogos, wörtlich „Feuerstellen“) zählen. Die Kirche liegt zwischen zwei Bächen mit sehr hohen Felswänden. Es gibt dort viele Zitrusfrüchte, Zitronatzitronen und Zitronen, Birnen, Äpfel verschiedener Sorten und Nüsse. Da die Kirche von ansehnlicher Größe ist, sagt man, sie sei aus einem überaus großen Zedernstamm gezimmert worden, den man in ihrer Nähe fand. An ihrem Festtag, dem achten September, kommen von der ganzen Insel mehr als achttausend Seelen zur Wallfahrt zusammen. Dort sieht man einen reichen Markt mit Lebensmitteln, mit viel Schweine-, Rind- und Ziegenbockfleisch; Letzteres ist auf jener Insel ein ausnehmend schmackhaftes Fleisch, auch wenn es in vielen anderen Ländern und auf anderen Inseln das schlechteste von allen ist. Dort werden viele Zicklein, Früchte und andere Esswaren zusammengetragen, damit die Pilger sie kaufen können. Diese bleiben oft zwei, drei und mehr Tage bei Unserer Lieben Frau, um sich von den Mühen des Weges zu erholen, denn sie kommen zehn und zwölf Léguas über sehr unwegsames Land. Gemeinsam veranstalten sie viele Feste mit Theaterstücken, Tänzen und Musik auf vielen Instrumenten: Violas, Gitarren, Flöten, Rebecs und Dudelsäcken. An den Hängen der Bäche, die große Flächen haben, lagern die Pilger am Tag Unserer Lieben Frau und in dessen Oktav in verschiedenen Gruppen und zünden große Feuer in jenem Bergland an. Man sagt, Unsere Liebe Frau sei dort erschienen, wo ihre Kirche steht.“
„Diese Gemeinde hat zwei Zuckermühlen (engenho), eine von António Fernandes das Covas, die nahe bei Unserer Lieben Frau liegt, und eine andere von Luís Doria. Am Ende der Bäche (die beide an einer Meeresbucht zusammenfließen) gibt es eine gute Anlegestelle. In dieser Gemeinde steht eine Wassersäge, die eine große und nützliche Maschine war. Zwei oder drei Männer bringen mit einer Vorrichtung einen Stamm von zwanzig Palmos Länge und zwei oder drei Breite an die Säge, und kunstvoll schiebt ein einziger Mann, der Säger, mit nur einem Fuß (wie es der Töpfer tut, wenn er Geschirr macht) den Stamm vorwärts, und die Säge schneidet immerfort. Ist sie mit dem Schnitt am Ende angelangt, stößt er mit demselben Fuß zurück, lässt den ganzen Stamm zurücklaufen, und die Säge setzt zu einem neuen Schnitt an. Wer dieses Werk sieht, wird die Wassersäge für eine sehr große und notwendige Erfindung auf jener Insel halten, wo es unmöglich wäre, so große Stämme, wie es dort gibt, mit der Handsäge zu zersägen, und ebenso wenig eine solche Menge Bretterwerk, wie man dort herstellt – für Zuckerkisten, von denen viele angefertigt werden, und für andere Kisten zu sonstigem Gebrauch, was jedes Jahr eine sehr große Menge ausmacht. Diese Gemeinde hat große Bergallmende (montados) für die Viehzucht, die vielen Nutzen bringt.“
Noch heute ist diese Kirche am 7. und 8. September jedes Jahres Ziel einer vielbesuchten Wallfahrt. Nach den großen Wallfahrten zu Nossa Senhora do Monte (‚Unsere Liebe Frau vom Berge‘), zu den Milagres in Machico und zum Senhor Jesus in Ponta Delgada (‚schmale Spitze‘) zählt sie zu denen, die die meisten Pilger aus allen Teilen der Insel anziehen, und bietet dem Betrachter einen besonders reizvollen und malerischen Anblick. Aus dem Zeugnis von Frutuoso geht hervor, dass sie recht alt ist und schon damals bemerkenswert stark besucht war, und so hat sie sich über mehrere Jahrhunderte gehalten.
3Öffentliche Bauwerke, Grenzen und Ortsteile
Zu den dringendsten Bedürfnissen dieser Gemeinde (freguesia), seit Langem Gegenstand von Forderungen, gehörte der Bau von Brücken, die die Verbindung zu den Nachbarpfarreien und zum Süden der Insel herstellen sollten. Die Wünsche der Bevölkerung jener Gegend wurden im Jahr 1904 erfüllt, als die Arbeiten an diesem wahrhaft bemerkenswerten Bauwerk begannen, das innerhalb weniger Jahre vollständig fertiggestellt wurde.
Die Gemeinde besitzt eine kleine Anlegestelle am Meer und einen Kai, der an der Pedra da Pescaria (‚Fischfangstein‘) errichtet wurde und nach ihr benannt ist. Im Werk von Adolfo Loureiro Os portos maritimos de Portugal e Ilhas Adjacentes liest man Folgendes: „Der Entwurf dieses Kais wurde von Herrn J. Maria Fragoso ausgearbeitet und von 1903 bis 1905 ausgeführt. Zu diesem Bauwerk steuerte Herr Vicomte von Cacongo großzügig die Summe von 1.000.000 Réis (portugiesische Rechnungsmünze vor 1911; 1000 Réis = 1 Mil-Réis, 1.000.000 Réis = 1 Conto) bei; die Gesamtkosten beliefen sich auf 5.478.000 Réis.“ Der Generalrat des Distrikts (Junta Geral do Distrito), der den Bau dieses Kais veranlasst hatte, beschloss in seiner Sitzung vom 21. Juni 1904, ihm den Namen Cais do Visconde de Cacongo zu geben, und kam damit einer Bitte des Kreisrats (Câmara Municipal) von Santana nach.
Die Gemeinde grenzt im Norden an die Pfarrei Santana (‚heilige Anna‘) und den Atlantischen Ozean, im Süden an die Gemeinde São Roque do Faial (‚heiliger Rochus von Faial‘), im Osten an die von Porto da Cruz und im Westen an die von Santana. Zu ihr gehören die bewohnten Ortsteile Guindaste, Pico do Guindaste, Covas, Igreja, Tajal, Lombo do Lourenço, Chicharos, Diferença, Fazenda, Pinheiro, Corujeira de Baixo, Corujeira de Cima, Ressoca, Serra de Água, Água de Alto, Quebrada, Lombo do Galego, Pico do Lombo do Galego, Fajã da Murta (‚Myrtenebene‘), Alhendros, Limoeiro, Cruzinha, Fajã Grande, Lombo de Cima, Lombo de Baixo, Lugar, Longueira, Moinhos, Penha de Águia und Fajã; daneben gibt es weitere, weniger bedeutende Ortsteile wie Pedregal, Cerrado, Fajã do Mar usw. Malerische Aussichtspunkte mit weitem Blick sind die Vigia, der Cortado, die Portela, die Cova da Roda, die Penha de Águia, die Ponta de Catarina Pires (‚Spitze der Catarina Pires‘) usw.
Von Faial wurde 1848 die heutige Gemeinde São Roque do Faial abgetrennt, die seitdem eine eigenständige Pfarrei bildet.
Aus dieser Pfarrei stammen Dr. João Catanho de Meneses und Dona Joana de Castelo Branco (siehe dort).
In diesem Artikel
Zeit
Erwähnte Jahre · 11-
Padre João Soares wurde Kaplan der Kapelle von Faial.
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Eine königliche Urkunde errichtete die Gemeinde Faial.
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Gaspar Frutuoso verzeichnete die Zahl der Haushalte in Gemeinden wie Caniço (200), Faial (etwa 100) und Porto Moniz (dreißig).
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Zum Schutz der Kapelle von Faial vor Überschwemmungen wurde eine Mauer gebaut.
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Cristóvão Gomes erhielt den Auftrag zum Bau der neuen Kirche von Faial.
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Der Grundstein der neuen Kirche von Faial wurde gesegnet.
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Ein königliches Schreiben errichtete in Faial eine Kuratie, deren Kurat die Kapelle von São Roque betreuen musste.
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Ein päpstliches Breve gewährte einen vollkommenen Ablass für das Patronatsfest der Gemeinde Faial.
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Ein Gesetz vom 24. Juli 1848 löste São Roque do Faial von Faial und machte es zu einer eigenständigen Gemeinde mit eigenem Pfarrer.
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Der Generalrat des Distrikts errichtete den Kai von Faial bei Pedra da Pescaria.
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Die Bauarbeiten an den Brücken von Faial begannen.
Ort
Erwähnte Orte · 17- Faial · Gegenstand
Santana. Die Gemeinde, die Gegenstand dieses Eintrags ist.
Faial ist eine 1550 gegründete Gemeinde an der Nordküste im Kreis Santana. Ihre Bergquellen speisen die Levada da Serra. Zur Gemeinde gehören Chícharos und die Kapelle in Diferença; sie umfasst den östlichen Teil des Pico Ruivo und ist für ihre Käseherstellung und ihren Säulenbasalt bekannt.
- Asilah
Morocco. Nordafrikanische Festung, in der Padre João Soares zuvor tätig war.
Asilah ist eine marokkanische Festung, die Alfons V. in Anwesenheit von Dom Nuno de Aguiar eroberte. Mehrere Madeirer kämpften bei den Belagerungen und der Einnahme, darunter Angehörige der Familie Câmara, die Brüder Leme und António Correia. Simão Gonçalves da Câmara entsetzte die Festung zweimal, und Padre João Soares diente dort.
- Diferença
Santana. Ortsteil mit der Kapelle Unserer Lieben Frau von der Peña de Francia.
Bewohnter Ortsteil der Gemeinde Faial. Dort wurde 1725 eine Kapelle São Luís errichtet, die heute nicht mehr steht. Außerdem befindet sich dort die Kapelle Nossa Senhora da Penha de França.
- Faial
Portugal. Azoreninsel, die wegen der gleichen Namensherkunft angeführt wird.
Azoreninsel, die als Beispiel für denselben Namensursprung angeführt wird.
- Fajã da Murta
Santana. Einer der bewohnten Ortsteile der Gemeinde.
Einer der bewohnten Orte der Gemeinde.
- Kapelle St. Rochus
Machico. Kapelle, die 1848 zum Sitz einer neuen Gemeinde wurde.
Alte Kapelle von São Roque oberhalb der Bucht von Machico mit Blick auf den Ozean. An ihrem Fuß liegt die Quelle von São Roque, daneben eine alte, aufgegebene Anlegestelle. Ihre Bruderschaft baute sie 1739 am heutigen Standort wieder auf. Bekannt ist sie für ihre schönen Azulejo-Fliesen mit Darstellungen aus dem Leben des Heiligen.
- Machico
Sitz des Kapitanats, dessen Reiter Lançarote Teixeira ausbildete.
In der Gemeinde Machico gingen die Entdecker Zargo und Tristão Vaz Teixeira an Land; sie war zugleich Sitz des Kapitanats Machico. Die Gemeinde wurde um 1450 gegründet. Das Elucidário behandelt ihre Geistlichen und deren Besoldung, Kapellen, historische Ereignisse, Mineralquellen, Ortsteile, Bevölkerung und bedeutende Einheimische.
- Monte
Funchal. Schauplatz einer der großen Wallfahrten, mit denen die Wallfahrt von Faial verglichen wird.
Die Gemeinde Nossa Senhora do Monte liegt oberhalb von Funchal auf etwa 600 m Höhe. Dort setzt der Blattaustrieb später ein als in Funchal. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Jardim Botânico, Igreja und Marmeleiros sowie die Quinta de Santana. Das Elucidário erwähnt ihre zahlreichen Pflanzen, darunter Akazien und Sonchus fruticosus.
- Pedra da Pescaria
Santana. Felsen, an dem der Kai von Faial errichtet wurde.
Pedra da Pescaria ist ein Felsen an der Küste der Gemeinde Faial im Kreis Santana. Auf ihm wurde zwischen 1903 und 1905 die Anlegestelle von Faial errichtet.
- Penha de Águia
Santana. Markanter Felsen, der zu Teixeiras Landzuteilung gehörte und als Aussichtspunkt dient.
Fast 600 m hohe, oben abgeflachte Meeresklippe in Form einer Pyramide an Madeiras Nordküste. Sie wurde dafür gerühmt, einem Tal von unvergleichlicher Schönheit den Namen gegeben zu haben. Stuebel hielt sie für den Überrest eines zerstörten Nebenkraters; an ihrer Seeseite sind doppelte Gänge zu erkennen. Sie ist ein Brutplatz des Boieiro und gab einem Majorat seinen Namen.
- Ponta de Catarina Pires
Santana. Aussichtspunkt mit reizvollem Ausblick in der Gemeinde.
Aussichtspunkt in der Gemeinde.
- Ponta Delgada
São Vicente. Schauplatz der Wallfahrt zu Senhor Jesus.
Ponta Delgada ist eine Gemeinde an Madeiras Nordküste und eine der drei Gemeinden des Kreises São Vicente. Sie besitzt eine Landspitze und einen kleinen Fischereihafen. Das Fest des Senhor Jesus ist eine große Gelübdewallfahrt; Ponta Delgada war zudem Sitz einer Capitania-mor. Im Jahr 1856 wurden dort 409 Choleratote verzeichnet.
Personen
Erwähnte Personen · 21- Adolfo Loureiro† 1911
Verfasser von Os portos marítimos de Portugal, der zum Kai von Faial zitiert wird.
- António Cordeiro1641–1722
Verfasser von „Das Inselepos“, der zur Herkunft des Namens der Azoreninsel Faial zitiert wird.
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Laut Frutuoso Besitzer einer Zuckermühle nahe der Kirche.
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Einer der ersten Vikare von Faial.
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Einer der ersten Vikare von Faial.
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Bauunternehmer, der 1744 den Auftrag zum Bau der neuen Kirche erhielt.
- D. João de Meneses1854–1649
Aus Faial stammende Person mit einem eigenen Eintrag im Elucidário.
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Verfasser des Santuário Mariano, der zum Bau der Kirche von Faial zitiert wird.
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Einer der Vikare von Faial.
- Gaspar Frutuoso1522–1591
Azoreanischer Chronist, dessen Beschreibung von Faial aus dem Jahr 1590 ausführlich zitiert wird.
+ 11 weitere
- Joana de Castelo Branco1856–1920
Aus Faial stammende Person mit einem eigenen Eintrag im Elucidário.
- João de Nóbrega Soares1831–1890
Ab 1531 Kaplan der Kapelle von Faial und 1550 erster Vikar der Gemeinde.
- Joaquim Maria Fragoso† 1923
Entwarf das Projekt für den Kai von Faial.
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Vierter Sohn von Tristão Vaz Teixeira, einer der ersten Siedler und ein berühmter Reiter, der in Faial ausgedehnte Landzuteilungen besaß.
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Laut Frutuoso Besitzer einer zweiten Zuckermühle in Faial.
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Vikar von Faial, der 1699 zum Schutz der Kapelle vor Überschwemmungen eine Mauer bauen ließ.
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Vikar von Faial und erster Inhaber der 1746 errichteten Kuratie.
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Wohltäter, der 1,000$000 Réis zum Kai von Faial beisteuerte; der Kai wurde nach ihm benannt.
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Einer der ersten Vikare von Faial.
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Erster Donatarkapitän von Machico und Vater von Lançarote Teixeira.
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Einer der Vikare von Faial.