Ouvidores
Erläutert das Amt des Ouvidor auf Madeira: Die Donatarkapitäne ernannten diese Richter, die sie häufig vertraten und richterliche sowie polizeiliche Befugnisse hatten. Auch die Bischöfe hatten eigene Ouvidores.
Die Ouvidores waren von den Donataren ernannte Richter und in vielen Fällen deren Statthalter. In Abwesenheit der Donatare nahmen sie den Ratsherren (vereadores) den Eid ab. Sie übten richterliche und polizeiliche Befugnisse aus und durften Personen festnehmen, die irgendeines Verbrechens beschuldigt waren. Um Übergriffe der Donatare und ihrer Ouvidores in der Rechtsprechung zu verhindern, gab es auf Madeira schon im 15. Jahrhundert Corregedores, die gerichtliche Untersuchungen führten und pflichtvergessene Richter bestraften. Auch die Bischöfe hatten Ouvidores; der Prälat Dom Luís de Figueiredo e Lemos schuf zwei Ouvidorias auf Madeira und eine auf der Insel Porto Santo (‚Heiliger Hafen‘). Die Ouvidores der Donatare erhielten ein Quartiergeld, das der Stadtrat (Câmara Municipal) bezahlte.
In diesem Artikel
Ort
Erwähnte Orte · 02- Porto Santo
Insel, für die Bischof Luís de Figueiredo eine bischöfliche Ouvidoria einrichtete.
Eine Insel des Archipels, die zugleich mit Madeira besiedelt wurde und eines der drei Kapitanate bildete. Sie war stets eine einzige Gemeinde, deren Kirche Nossa Senhora da Piedade geweiht und wiederholt geplündert wurde. Das Elucidário berichtet vom Überfall maurischer Piraten im Jahr 1617, von der eigenen Misericórdia der Insel und von einem auf dieser von Dürre bedrohten Insel angelegten Regenwasserkanal.
Personen
Erwähnte Personen · 01-
Bischof von Funchal, der zwei kirchliche Ouvidorias auf Madeira und eine auf Porto Santo einrichtete.