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Madeira (Orographie: Hänge, Hochflächen und Täler) 1Das zentrale Gebirge und seine Gipfel
Artikel Nr. 2189 Gipfel, Berg oder Hochland Câmara de Lobos Bd. II · S. 597–599 4 Min. Lesezeit

Madeira (Orographie: Hänge, Hochflächen und Täler)

Originaltitel: Madeira (Aspectos orográficos: Encostas, Planaltos e Vales)

Ein Überblick über Madeiras Relief: das zentrale, von Ost nach West verlaufende Gebirge mit seinen Gipfeln, die wenigen Hochflächen, die wichtigsten Landspitzen an der Küste und die bedeutendsten Täler. Er erläutert die traditionelle Einteilung der Insel in Nordküste und Südküste.

Madeira (Orographie: Hänge, Hochflächen und Täler)

1Das zentrale Gebirge und seine Gipfel

Das unglaublich zerklüftete Gelände Madeiras und die eigenwillige, vielgestaltige Gebirgsformation der Insel verdienten eine ausführliche und eingehende Beschreibung. Mangels Platz und gesicherter Unterlagen ist sie jedoch nicht möglich, und so beschränken wir uns auf eine knappe Aufzählung der wichtigsten Bergerhebungen und ihrer Höhen, der Landspitzen, Hänge und Abhänge, der Täler, Hochflächen, Tiefen usw., die sich über die 500 Quadratkilometer Fläche der ganzen Insel verteilen.

„Sie besteht, so heißt es im bereits zitierten Dicionário Universal Portuguez Ilustrado, aus einem hohen Gebirgszug von eintausendzweihundert bis eintausendneunhundert Metern Höhe, aus dessen Rücken einige Gipfel aufragen. Er verläuft von Osten nach Westen von der Ponta de São Lourenço (‚Sankt-Laurentius-Spitze‘), bis er sich schließlich gabelt: Nach Nordwesten setzt er sich über Porto Moniz (‚Hafen des Moniz‘) fort und bildet die Ponta do Tristão (‚Tristãos Spitze‘), nach Südwesten entsendet er einen kleineren Ausläufer, dessen Ende die Ponta do Pargo (‚Meerbrassenspitze‘) ist. Dieser Längsgebirgszug, der mit seinen Flanken und einigen Nebenausläufern im Norden, Westen und Süden auf seiner ganzen Länge bis zum Meer abfällt, teilt die Insel in drei große Regionen, nämlich: die nördliche, von der Ponta de São Lourenço bis zur Ponta do Tristão; die westliche, von der Ponta do Tristão bis zur Ponta do Pargo, die das Gebiet innerhalb der erwähnten Gabelung umfasst; und die südliche, die sich von der Ponta do Pargo bis zur Ponta de São Lourenço erstreckt. Da aber die westliche Region nach Nordwesten geneigt ist und schon weitgehend unter dem Einfluss der nördlichen Himmelsrichtung steht, unterscheiden die Seeleute und mit ihnen die Madeirer im Allgemeinen nur zwei Regionen: die eine, die sie Costa do Sul (‚Südküste‘) nennen, die oben für diese Seite abgegrenzte, und die andere, die Nordküste (Costa do Norte), die die genannte nördliche und westliche Region umfasst“ (zu diesen Küsten siehe das auf S. 324 von Bd. I Gesagte).

Wie bereits gesagt, trennt die Gebirgskette, die Madeira mit hohen Erhebungen und ohne Unterbrechung der Länge nach von Osten nach Westen durchzieht, die Nord- und die Südküste deutlich voneinander. Auf ihrem Rücken erheben sich zahlreiche Gipfel von beträchtlicher Höhe, unter denen der Pico Ruivo (‚rötlicher Gipfel‘), der höchste von allen, der Pico do Cidrão (‚Zitronatgipfel‘), die Torrinhas, der Canário und der Arieiro hervorragen. Außer den genannten führen wir die bekanntesten an: Pico do Castanho, Pico da Maia, Pico do Arco de São Jorge, Pico das Torres, Pico da Neve, Pico do Poiso, Pico da Lagoa, Pico de Santo António, Pico do Arrebentão, Pico do Infante, Pico Grande (‚großer Gipfel‘), Pico dos Bodes, Pico da Urze, Pico do Gato, Pico da Amendoeira, Pico Queimado, Pico da Suna usw. Als Ausläufer der Berge und Gipfel der zentralen Gebirgskette ragen noch viele weitere Erhebungen auf, die mitunter bis in die Küstenregionen reichen. Unter diesen nennen wir Pico dos Barcelos, Pico da Cruz, Pico do Cardo, Pico dos Eirós, Pico do Facho, Pico das Favas, Pico da Cruz, Pico da Relva usw. (siehe dort).

Zur weiteren Erläuterung möchten wir den Leser auf den ausführlichen Beitrag auf S. 52 ff. von Bd. I hinweisen, in dem die „Höhen“ einer großen Zahl von Bergerhebungen und anderen besonders bemerkenswerten Punkten angegeben sind. Von besonderem Interesse sind hierzu die Angaben der Hydrographischen Mission der Adjazenten Inseln (Ilhas Adjacentes), die auf S. 95 von Bd. I des geschätzten Werkes Ilhas de Zargo abgedruckt sind.

2Hochflächen, Landspitzen und Täler

Das einzige Gelände im äußerst zerklüfteten Boden Madeiras, das den Namen Hochebene verdient, ist das des Paul da Serra (‚Bergsumpf‘) (siehe dort). Dennoch nennt man gemeinhin auch die wenig ausgedehnten Ebenen von Santo da Serra (‚der Heilige im Bergland‘) (siehe Lagoa) in der gleichnamigen Gemeinde (freguesia) Hochebenen, ebenso die Achada de Santana (‚Hochfläche von Santana‘) in der Gemeinde Santana und die Ebene der Achadas in der Gemeinde Achadas da Cruz (‚Hochflächen des Kreuzes‘).

Die wichtigsten Landspitzen oder Vorsprünge der Küste dieser Insel sind die folgenden: die von São Lourenço, die längste, die mehrere Nebenspitzen mit den Namen Furado Abra, Dedais, Rosto usw. besitzt, ferner Ponta da Queimada, Ponta de Santa Catarina, Ponta do Guindaste, Ponta da Atalaia, Ponta da Oliveira, Ponta do Garajau (‚Seeschwalbenspitze‘), Ponta da Cruz, Ponta da Água, Ponta do Sol (‚Sonnenspitze‘), Ponta da Galé, Ponta do Jardim, Ponta da Fajã da Ovelha, Ponta do Pargo, Ponta do Tristão, Ponta do Porto do Moniz, Ponta Delgada, Ponta de São Jorge, Ponta de Santana, Ponta do Cortado und Ponta de Larano (siehe dort).

Der gebirgige und äußerst zerklüftete Boden dieser Insel bedingt die Bildung zahlreicher Täler, von denen einige bemerkenswert tief sind, die aber im Allgemeinen nur eine recht begrenzte Ausdehnung erreichen. Die wichtigsten sind: das Tal von Funchal, besonders an der Stelle, die Vale Formoso (‚schönes Tal‘) heißt; das Tal von Machico, das sich vom Strand der gleichnamigen Kleinstadt (vila) zwischen den Ufern des dortigen Baches erstreckt; das Tal des Jardim da Serra (‚Garten im Bergland‘) am Nordende der Gemeinde Estreito de Câmara de Lobos; das Tal von São Vicente (‚heiliger Vinzenz‘) im Einzugsgebiet des gleichnamigen Baches, einschließlich der Kleinstadt und ihrer Umgebung; das Tal der Penha de Águia (‚Adlerfels‘), das die gleichnamige Felswand umzieht (siehe Penha de Águia); das Vale da Metade (‚Tal der Hälfte‘) nahe dem Ribeiro Frio; und das Tal der Ribeira da Janela (‚Fensterbach‘) zwischen den Ufern des gleichnamigen Baches (siehe Täler). Mit diesem Thema hängen die Artikel Fajãs und Quebradas zusammen.

In diesem Artikel

Ort

Erwähnte Orte · 25
Karte: Madeira (21)
  1. Achada de Santana

    Santana. Kleine ebene Fläche, die gemeinhin als Hochfläche bezeichnet wird.

  2. Achadas da Cruz

    Porto Moniz. Die dortige ebene Fläche wird gemeinhin als Hochfläche bezeichnet.

  3. Costa do Sul

    Traditionell abgegrenzte Küstenregion im Süden.

  4. Jardim da Serra

    Câmara de Lobos. Tal im Norden der Gemeinde Estreito.

  5. Machico

    Tal entlang des Bachs von Machico.

  6. Nordküste

    Traditionell abgegrenzte Küstenregion im Norden.

  7. Paul da Serra

    Ponta do Sol. Die einzige echte Hochfläche Madeiras.

  8. Penha de Águia

    Santana. Felsen, um den sich ein Tal windet.

  9. Pico do Arieiro

    Câmara de Lobos. Markanter Gipfel des Gebirges.

  10. Pico do Cidrão

    Câmara de Lobos. Markanter Gipfel des Gebirges.

  11. Pico Grande

    Câmara de Lobos. Wird unter den bekannten Gipfeln aufgeführt.

  12. Pico Ruivo

    Santana. Höchster Gipfel der Insel.

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Auf dem Bogen M

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