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Elucidário Madeirense Startseite
Artikel Nr. 3058 Geologie und Mineralogie Bd. III · S. 286 1 Min. Lesezeit

Quebradas

Erläutert „quebradas“, die madeirische Bezeichnung für vor allem durch Regen ausgelöste Erdrutsche, die Straßen und Levadas beschädigen und die Fajãs der Insel gebildet haben.

Quebradas

Vor allem infolge der Regenfälle kommt es auf dieser Insel häufig zu Erdrutschen, die im Volksmund quebradas heißen. Uns scheint, dass dieses Wort bei uns eine besondere Bedeutung bewahrt hat, die in anderen Gegenden unseres Landes völlig unbekannt ist. Das stark zerklüftete Gelände unserer Insel, wo tiefe Täler an hoch aufragende Berge stoßen, begünstigt durch verschiedene atmosphärische Einflüsse, erklärt diese Abstürze von Fels und Erde. Sie erfassen bisweilen eine große Fläche und fordern unter Umständen Menschenleben und verursachen große Sachschäden. Die an den Berghängen unter überhängenden Felsen angelegten Straßen werden immer wieder durch herabstürzende Quebradas zerstört oder unpassierbar gemacht. Dasselbe geschieht mit den Levadas (Bewässerungskanal) zur Bewässerung.

Die sogenannten Fajãs (Band II, S. 7), sowohl im Landesinneren als auch an der Küste, gehen auf den Absturz großer Quebradas zurück. Solche ereignen sich heute nur noch selten, doch im Winter sind kleine Quebradas häufig, die dort beträchtliche Schäden anrichten. Viele dieser Fajãs stammen aus der Zeit vor der Entdeckung, wie die von Jardim do Mar (‚Garten am Meer‘); einige sind jüngeren Ursprungs, wie die von Lugar de Baixo (‚unterer Ort‘) (Band II, S. 285) und andere.

In diesem Artikel

Ort

Erwähnte Orte · 02
Karte: Madeira (2)
  1. Jardim do Mar

    Calheta. Beispiel für eine Fajã, die vor der Entdeckung durch einen Erdrutsch entstand.

  2. Lugar de Baixo

    Ponta do Sol. Beispiel für eine in jüngerer Zeit durch einen Erdrutsch entstandene Fajã.

Auf dem Bogen Q

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