Oliveira (Dr. João Francisco de) 1Geburt, Studium und ärztliche Laufbahn
Oliveira (Dr. João Francisco de)
Biografie von Dr. João Francisco de Oliveira (1761–1829), einem aus Funchal stammenden Arzt am Königshof. Er inszenierte die Entführung von Dona Eugénia de Meneses, um den Prinzregenten vor einem Skandal zu bewahren, und war später Diplomat, Minister und Abgeordneter für Madeira. Der Eintrag behandelt auch seine Wohltaten in Funchal und das Schicksal seiner Landgüter.
1Geburt, Studium und ärztliche Laufbahn
Er wurde am 9. März 1761 in Funchal geboren, als Sohn von Domingos de Oliveira Alvares und Dona Lourença Rosa Justiniana de Oliveira, wohlhabenden Grundbesitzern in dieser Stadt.
Er schrieb sich an der medizinischen Fakultät der Universität Coimbra ein und muss dort ein ausgezeichneter Student gewesen sein. Denn er erwarb nicht nur den Grad eines Bakkalaureus (bacharel, Universitätsabsolvent), sondern empfing auch die Doktorkapuze (capelo) und wurde später zum Hilfsprofessor (lente substituto) derselben Fakultät ernannt. Seine Promotion fand am 3. Juli 1785 statt, und 1787 wurde ihm die Vertretung eines der Lehrstühle der Universität übertragen. Es scheint jedoch, dass er die Lehrtätigkeit nie tatsächlich aufnahm, wie Dr. Serra Mirabeau in der Memoria Histórica e Comemorativa da Faculdade de Medicina versichert. Aus welchen Gründen Dr. Oliveira die Universitätslaufbahn aufgab, ist unbekannt.
Er kehrte nach Madeira zurück und ließ sich nach einem gewissen Aufenthalt in dieser Stadt in der Hauptstadt des Königreichs (reino, d. h. des portugiesischen Festlands) nieder. Dort begann er als Arzt zu praktizieren und erwies sich sogleich als hervorragender Mediziner, der bald eine erlesene und zahlreiche Kundschaft hatte. Sein Ruf als Kliniker empfahl ihn für das Amt des Arztes am Königspalast – zu einer Zeit, in der solche Ämter nur von Angehörigen des Adels oder von Personen bekleidet wurden, die in der Ausübung der Medizin großes Ansehen erlangt hatten. Später wurde er zum Oberarzt (físico-mor) oder Chefchirurgen der Armee ernannt. In diesem bedeutenden Amt verfasste er eine Ordnung für die Militärhospitäler, die seinerzeit als Arbeit von großem Wert galt.
João Francisco de Oliveira genoss am Hof höchstes Ansehen und die besondere Wertschätzung von Johann VI., dem damaligen Prinzregenten, der ihm verschiedene Gunstbeweise gewährte. Er und seine Gemahlin, Prinzessin Charlotte Joachime, waren Taufpaten einiger Kinder von Dr. Oliveira – damals eine Gnade, die die Monarchen nur wenigen zuteilwerden ließen.
2Die Entführungsaffäre und das Exil
Diese freundschaftlichen Beziehungen und gewiss auch die empfangenen Gunstbezeugungen bewogen Dr. Oliveira, die Entführung von Dona Eugénia de Meneses, einer Hofdame der Prinzessin Carlota Joaquina, vorzutäuschen. So wollte er den Herrscher vor dem Verdacht seiner Gemahlin und vor einem Skandal am Hof bewahren. Er schiffte sich heimlich in Caxias nach Cádiz ein. Nachdem er Dona Eugénia de Meneses dort in sicherer Zuflucht zurückgelassen hatte, begab er sich in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo er einige Jahre blieb. Der skandalöse Vorfall, dessen wahre Hintergründe nur der Prinzregent kannte, nahm die Ausmaße eines schweren Verbrechens an, mit dem sich sogleich die obersten Gerichte befassten. João Francisco de Oliveira wurde zum Tode verurteilt. Dona Eugénia de Meneses, die dem höchsten Adel des Königreichs angehörte, wurde aller mit ihrem Rang verbundenen Ehren und Gnaden beraubt, vom Hof verbannt und von jeglicher Teilhabe an den Gütern und Privilegien ihrer Familie ausgeschlossen. Wer diese Episode, zu der sich João Francisco de Oliveira hergab, um die Ehre des Herrschers zu retten, und die sich nur aus den Sitten der Zeit erklären lässt, genauer kennenlernen möchte, sei auf die ausführliche Darstellung samt den zugehörigen Dokumenten verwiesen, die der Schriftsteller Alberto Pimentel in seinem überaus interessanten Werk A ultima Côrte do Absolutismo em Portugal gibt.
Während der Jahre in Nordamerika übte Dr. Oliveira dort mit außerordentlichem Erfolg die ärztliche Praxis aus. Das bezeugt der italienische Geograf Adriano Balbi in seinem Ensaio Estatístico do Reino de Portugal, der hinzufügt, er sei ein ebenso ausgezeichneter Arzt wie geschickter Chirurg gewesen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass ihn ein Zeitgenosse in einem Brief den größten portugiesischen Arzt der letzten fünfzig Jahre nennt. Auch wenn diese Aussage womöglich etwas übertrieben ist, beweist sie doch die seltenen Verdienste dieses höchst angesehenen Arztes.
Als der portugiesische Hof bereits nach Rio de Janeiro übergesiedelt war, stellte sich João Francisco de Oliveira dort Johann VI. vor. Dieser nahm ihn nicht nur wohlwollend auf, sondern ordnete auch die Wiederaufnahme des Verfahrens an. Im April 1820 sprach die Mesa do Desembargo do Paço (oberster königlicher Gerichtshof für Gnadengesuche und Revisionen) Oliveira von den Verbrechen frei, deren er angeklagt worden war.
3Diplomat, Minister und Abgeordneter
Anschließend wurde João Francisco de Oliveira zum bevollmächtigten Minister in England ernannt. In diesem Amt zeichnete er sich in bemerkenswerter Weise aus: Er gewann die Gunst des englischen Hofes und leistete seinem Land bedeutende Dienste.
In Paris, wo Rat (conselheiro, Ehrentitel des königlichen Rates) Oliveira ebenfalls Portugal vertrat, verlief es offenbar nicht ebenso glücklich. Dort wurde er in ein Verfahren verwickelt, weil man behauptete, er habe an einer Verschwörung teilgenommen, die den Sturz Ludwigs XVIII. zum Ziel hatte. Die Anschuldigung wurde nie bewiesen und scheint jeder Grundlage zu entbehren. Sehr aufschlussreich ist die ausführliche Darlegung, die Dr. Oliveira zu dieser Angelegenheit verfasste, um sich von dem gegen ihn erhobenen Vorwurf zu rechtfertigen; sie ist im 2. Band des Arquivo da Marinha e Ultramar veröffentlicht.
Dr. João Francisco de Oliveira wurde 1823 in den Rat der Krone berufen. Er gehörte dem kurzlebigen Ministerium an, das nach der Vila-Francada gebildet wurde und nur vom 31. Mai bis zum 3. Juli 1823 bestand.
Für die Legislaturperiode 1822–1823 wurde er zum Abgeordneten für Madeira gewählt. In der Nationalvertretung setzte er sich mit größtem Eifer für die Bedürfnisse dieses Archipels ein. Besondere Beachtung fand seine Rede in der Sitzung vom 5. Februar 1823, in der er bedeutende Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise vorschlug, in der sich der madeirische Handel und die Landwirtschaft befanden. Zu seinen Vorschlägen, allesamt von größter Tragweite, gehörten die Gründung einer Bank in Funchal, die Kaufleuten und Landwirten Hilfe leisten sollte, die Bildung einer Gesellschaft für die Ausfuhr von Wein und die Einfuhr von Waren, der Bau eines Kais vor dem Zollhaus, der bis zu einer Stelle reichen sollte, an der das Wasser 25 Fuß tief war, usw.
4Letzte Jahre, Landgüter und Quellen
Nachdem Rat João Francisco de Oliveira die Gesandtschaft in Paris verlassen hatte, zog er sich mit seiner Frau und seinen Kindern nach Funchal zurück. Hier widmete er sich ausschließlich dem Studium, der Verwaltung seines Hauses und der Leitung der Geschäfte des Heiligen Hauses der Barmherzigkeit (Santa Casa da Misericórdia), einer karitativen Bruderschaft dieser Stadt. Einige Jahre lang war er deren Vorsteher (provedor) und leistete ihr sehr bedeutende Dienste; sein Bildnis wird noch heute im Sitzungssaal des Verwaltungsrats (Mesa Gerente) dieser Wohltätigkeitseinrichtung aufbewahrt. In jener Zeit richtete Rat Oliveira am St.-Elisabeth-Hospital (Hospital de Santa Isabel) einen öffentlichen Lehrkurs (aula) für Chirurgie ein, dessen unentgeltliche Leitung er selbst übernahm. Zugleich legte er der Zentralregierung den Plan zur Gründung einer medizinischen Schule vor, der zwar von höchster Stelle genehmigt, aber nie vollständig verwirklicht wurde. Kurz vor seinem Tod nahm er erneut Wohnsitz in Lissabon, wo er am 26. Dezember 1829 starb.
Im April 1803 schenkte der Prinzregent Dr. Oliveira ausgedehnte Ländereien in São Jorge (‚heiliger Georg‘) sowie die Quinta de Santana (‚Landgut der heiligen Anna‘) in der Gemeinde (freguesia) Monte (‚Berg‘). Sie hatten Pantalião Fernandes gehört und waren den königlichen Eigengütern (Reais Próprios) oder, wie man heute sagt, der Staatskasse (Fazenda Nacional) einverleibt worden. Diese und weitere Besitzungen erbte sein Sohn Dr. Alexandre de Oliveira, der Mitte des 19. Jahrhunderts das Haus der Quinta von São Jorge errichtete. Die Besitzungen in jener Gemeinde und das Wohnhaus in Funchal vermachte er seiner Schwester Dona Maria Leopoldina de Oliveira, die in den Vereinigten Staaten geboren worden war, als Rat Oliveira dort lebte. Universalerbe von Dona Maria de Oliveira wurde der unvergessene und bedeutende Bischof von Funchal, Dom Manuel Agostinho Barreto. Er verwendete den gesamten Erlös aus dem Verkauf dieses Erbes ausschließlich für den Bau des großen Gebäudes des Priesterseminars Mariä Verkündigung (Seminário da Encarnação), das nie ganz vollendet wurde und in dem (1921) die Dienststellen des Generalrats des Distrikts (Junta Geral do Distrito) untergebracht sind. Dona Maria Leopoldina de Oliveira starb am 3. Februar 1902 in Funchal.
Wie uns bekannt ist, arbeitet der angesehene Schriftsteller und Wissenschaftler Dr. Eduardo Burnay an einer historischen Studie über João Francisco de Oliveira. Dafür hat er zahlreiche wertvolle Dokumente gesammelt, von denen einige auf dieser Insel gefunden und ihm von einem der Verfasser dieses Elucidário zur Verfügung gestellt wurden (1921).
Über die oben erwähnte echte oder vorgetäuschte Entführung sind verschiedene Artikel in Zeitungen und Zeitschriften erschienen. Lesenswert ist, was sich im Band IV des Arquivo Histórico da Madeira und in der Broschüre A Rua da Junqueira von Artur Lamas findet, die 1922 veröffentlicht wurde.
In diesem Artikel
Zeit
Erwähnte Jahre · 10-
João Francisco de Oliveira wurde in Funchal geboren.
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João Francisco de Oliveira promovierte in Coimbra in Medizin.
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João Francisco de Oliveira wurde zum stellvertretenden Inhaber eines Lehrstuhls der Universität Coimbra ernannt.
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Der Prinzregent gewährte Dr. João Francisco de Oliveira Ländereien in São Jorge und die Quinta de Santana in Monte.
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Die Mesa do Desembargo do Paço sprach Dr. João Francisco de Oliveira von den Vorwürfen im Zusammenhang mit der Entführung frei.
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Dr. João Francisco de Oliveira und Manuel Caetano Pimenta de Aguiar gehörten den Cortes als Abgeordnete Madeiras an.
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Im Parlament schlug Dr. João Francisco de Oliveira eine Bank, eine Weinexportgesellschaft und einen Kai für Funchal vor.
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Dr. João Francisco de Oliveira gehörte der kurzlebigen Regierung an, die nach der Vila-Francada gebildet wurde.
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Dr. João Francisco de Oliveira starb in Lissabon.
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Maria Leopoldina de Oliveira starb in Funchal.
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Artur Lamas veröffentlichte die Broschüre A Rua da Junqueira, in der er die Entführung behandelte.
Ort
Erwähnte Orte · 14Ausland
- Cádiz
Spain. Spanische Hafenstadt, in der Oliveira Dona Eugénia in sicherer Obhut zurückließ.
Cádiz ist ein spanischer Hafen, in dem Dr. João Francisco de Oliveira Dona Eugénia in Sicherheit brachte und in den der gekaperte Dampfer Tornado verbracht wurde. Ein Schiff von dort brachte die ersten Nachrichten von der Restauration; auch die ehemalige Kaiserin Zita reiste nach ihrem Weggang von Madeira dorthin.
- Caxias
Portugal. Ort nahe Lissabon, an dem Oliveira heimlich mit Dona Eugénia an Bord eines Schiffes ging.
Ort bei Lissabon, an dem Oliveira mit Dona Eugénia heimlich an Bord ging.
- Coimbra
Portugal. Universitätsstadt, in der Oliveira in Medizin promovierte.
Universitätsstadt auf dem portugiesischen Festland, in der viele Madeirer Jura oder Medizin studierten und Padre Luís Gonçalves da Câmara am Jesuitenkolleg lehrte und dessen Rektor war. Dort fand 1921 die akademische Tischtennismeisterschaft statt; ihre Daten zu Vegetationsruhe und Niederschlägen werden mit denen von Funchal verglichen.
- England
United Kingdom. Land, in dem Oliveira als bevollmächtigter Minister tätig war.
England erscheint im Elucidário als erster wichtiger Absatzmarkt für madeirische Stickereien und als Hauptabnehmer madeirischer Flechtwaren. Von dort kam auch der größte Teil der Butter, die im frühen 19. Jahrhundert in Funchal verbraucht wurde. England war ein wichtiges Zufluchtsland für liberale Emigranten, die vor der Verfolgung durch die Anhänger von Michael I. flohen; mehrere Madeirer studierten dort oder waren als Diplomaten tätig.
- Funchal
Oliveiras Geburtsstadt, in der er später lebte und für die Misericórdia tätig war.
Die Hauptstadt des Archipels und Sitz des wichtigsten Kapitanats, wo die Besiedlung begann; um 1451–52 wurde der Ort zur Kleinstadt erhoben. Seine Bucht, die größte des Archipels, liegt zwischen Ponta do Garajau und Ponta da Cruz und bietet einen geschützten Ankerplatz, obwohl der Hafen nie ozeanografisch untersucht worden war. Das Elucidário behandelt Funchal als Kurort mit Klimadaten und berichtet über die Unruhen im Januar 1906, den Besuch des dänischen Prinzen im Mai 1846 und junge Vulkankegel in der Umgebung.
- Lissabon
Portugal. Hauptstadt, in der Oliveira als Arzt praktizierte und starb.
Die portugiesische Hauptstadt war Sitz des Gerichts Relação und der Misericórdia, deren Privilegien und Statuten auf Funchal übertragen wurden. Henrique Franco de Sousa studierte an ihrer Königlichen Akademie der Schönen Künste, und Luiz José Baiardo zog 1821 dorthin.
- Monte
Funchal. Gemeinde, in der die Quinta de Santana liegt.
Die Gemeinde Nossa Senhora do Monte liegt oberhalb von Funchal auf etwa 600 m Höhe. Dort setzt der Blattaustrieb später ein als in Funchal. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Jardim Botânico, Igreja und Marmeleiros sowie die Quinta de Santana. Das Elucidário erwähnt ihre zahlreichen Pflanzen, darunter Akazien und Sonchus fruticosus.
- Paris
France. Stadt, in der Oliveira Portugal vertrat und einer Verschwörung beschuldigt wurde.
Die französische Hauptstadt, in der Franco de Sousa sich niederließ und „Ar livre“ malte und in der Juvenal Honório de Ornelas 1834 in Medizin promovierte. Padre Luís Gonçalves da Câmara studierte dort und begegnete Loyola; der Baron von Ornelas schloss dort sein Studium ab, praktizierte und starb dort.
- Priesterseminar Mariä Verkündigung
Funchal. Aus dem Erbe von Oliveira finanziertes Gebäude, in dem 1921 die Büros des Generalrats untergebracht waren.
Das Priesterseminar Mariä Verkündigung ist ein ehemaliges Seminargebäude in Funchal, das aus dem Oliveira-Erbe bezahlt wurde. Es wurde 1919 der Junta Geral überlassen, beherbergte 1921 deren Büros und wurde 1927 an die Kirche zurückgegeben.
- Quinta de Santana
Funchal. Landgut in der Gemeinde Monte, das Oliveira 1803 überlassen wurde.
Die Quinta de Santana ist ein Landgut in der Gemeinde Monte, Funchal, das 1803 Dr. João Francisco de Oliveira zugesprochen wurde. Die Furna do Cavalum liegt in der Nähe.
- Rio de Janeiro
Brazil. Sitz des portugiesischen Hofes, an dem Johann VI. Oliveira empfing und dieser später freigesprochen wurde.
Rio de Janeiro in Brasilien erscheint im Elucidário als Sitz des portugiesischen Hofes und als Stadt, in der viele Madeirer lebten, studierten, lehrten, publizierten und starben. Zu ihnen gehörten Paulo Perestrelo da Câmara, João de Oliveira Sá Camelo Lampreia und João da Silveira Caldeira, der dort die Münzstätte leitete.
- São Jorge
Santana. Gemeinde, in der der Prinzregent Oliveira ausgedehnte Ländereien überließ.
Gemeinde an der Nordküste, die zu den ursprünglichen Gemeinden des Kreises Santana gehörte und dem nördlichen Erzpriestersprengel seinen Namen gibt. Sie ist für Pflanzenfossilien und Braunkohlevorkommen bekannt, die Heer und Bunbury untersuchten, sowie für einen Erdrutsch im 17. Jahrhundert. Das Elucidário beschreibt auch ihre Felsinsel, Landspitze, ihren Kai und Bach.
Personen
Erwähnte Personen · 16- Dr. João Francisco de Oliveira1761–1829
Aus Funchal stammender Arzt am Königshof, Diplomat, Minister und Abgeordneter für Madeira; er ist Gegenstand dieses Eintrags.
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Italienischer Geograf, der in seiner statistischen Abhandlung über Portugal Oliveiras ärztliche Tätigkeit in Amerika lobte.
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Schriftsteller, dessen Buch A última Côrte do Absolutismo em Portugal die Entführungsaffäre dokumentiert.
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Sohn von Oliveira, der dessen Landgüter erbte und um die Mitte des 19. Jahrhunderts das Haus der Quinta von São Jorge errichtete.
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Verfasser der Broschüre A Rua da Junqueira von 1922, die die Entführungsaffäre behandelt.
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Ehefrau von Johann VI.; sie war Patin einiger Kinder von Oliveira, und Dona Eugénia de Meneses stand in ihren Diensten.
- D. Manuel Agostinho Barreto1835–1911
Bischof von Funchal und Alleinerbe von Maria Leopoldina de Oliveira, der mit dem Erbe das Priesterseminar Mariä Verkündigung errichtete.
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Wohlhabender Grundbesitzer aus Funchal und Vater von Dr. João Francisco de Oliveira.
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Schriftsteller und Wissenschaftler, der laut dem Elucidário 1921 eine historische Studie über Oliveira vorbereitete.
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Hofdame von Charlotte Joachime, die durch ihre von Oliveira inszenierte Entführung am Hof in Ungnade fiel.
+ 6 weitere
- Johann VI.† 1826
Prinzregent und später König von Portugal, der Oliveira begünstigte und 1820 dessen Gerichtsverfahren überprüfen ließ.
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Mutter von Dr. João Francisco de Oliveira.
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König von Frankreich, zu dessen Sturz Oliveira angeblich eine Verschwörung plante – ein Vorwurf, für den es keine Beweise gab.
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In den Vereinigten Staaten geborene Tochter von Oliveira, deren Erbe an Bischof Barreto fiel.
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Früherer Eigentümer der Ländereien von São Jorge und der Quinta de Santana, die an die Krone fielen und anschließend Oliveira überlassen wurden.
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Verfasser einer historischen Denkschrift über die Medizinische Fakultät von Coimbra, die als Quelle für Oliveiras akademische Laufbahn angeführt wird.