Cais da Pontinha
Der Kai von Pontinha in Funchal, erbaut 1876–78 und im Zuge der Arbeiten am Wellenbrecher verbessert; außerdem werden frühere Anlegestufen und ein privater Kai der Firma Blandy erwähnt.
Der Kai (cais) wurde von 1876 bis 1878 gebaut und bei den Arbeiten an der Mole verbessert. Beim Fort da Pontinha (‚kleine Spitze‘) sah man früher einige in die Felswand gehauene Stufen und einen ausgedehnten Sockel aus Alvenaria (örtliche Bezeichnung für dichten Basalt als Baustein), an dem man bei ruhigem Wetter an Land gehen konnte. Möglicherweise gehörten diese Stufen zu der Treppe, die dort 1817 bestand und die Paulo Dias de Almeida in einer Arbeit über Madeira erwähnt.
Auch gab es an der Pontinha eine Holztreppe zum Ein- und Ausschiffen von Passagieren, die 1850 oder 1851 durch eine in den Fels gehauene Treppe ersetzt wurde; beim Ilhéu (‚Felseninsel‘) befindet sich eine Treppe für die Soldaten und das Personal des Leuchtturms.
Etwas diesseits des Passagierkais im Ortsteil (sítio) Pontinha liegt ein weiterer, vor etwa 20 Jahren für die Firma Blandy gebauter Kai. Diese Firma hatte zunächst nahe dem alten, inzwischen abgerissenen Fort São José (‚heiliger Josef‘) einen Holzkai für dieselben Zwecke wie der heutige.
In diesem Artikel
Zeit
Erwähnte Jahre · 03-
Paulo Dias de Almeida verfasste seine handschriftliche Beschreibung Madeiras, in der er unter anderem Carapuças, die Anlegertreppe von Pontinha und eine Ansicht des Palasts von São Lourenço festhielt.
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Die hölzerne Passagiertreppe am Kai von Pontinha wurde durch eine in den Fels gehauene Treppe ersetzt.
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Der Cais da Pontinha wurde in Funchal erbaut.
Ort
Erwähnte Orte · 05- Cais da Pontinha · Gegenstand
Funchal
Der Kai von Pontinha in Funchal wurde 1876–78 erbaut und im Zuge der Arbeiten am Wellenbrecher verbessert. Dort gingen bedeutende Besucher an Land, darunter die Kaiserin von Österreich; 1921 wurden dort auch die sterblichen Überreste des Unbekannten Soldaten angelandet. Der Kai war zudem Endpunkt einer Wasserversorgung für Schiffe.
- Fort da Pontinha
Funchal. Festung, neben der sich früher in den Fels gehauene Anlegestufen befanden.
Fort, neben dem sich früher in den Fels gehauene Anlegestufen befanden.
- Fort São José
Funchal. Zerstörte Festung, in deren Nähe der erste hölzerne Kai der Firma Blandy stand.
Für zwei Forts überlieferter Name. In Funchal stand auf der inneren Felsinsel der Pontinha ein kleines, inzwischen zerstörtes Fort. Die Felsinsel wurde um 1757–1762 mit dem Ufer verbunden; in der Nähe befand sich Blandys erster Holzkai. Der eigene Eintrag des Elucidário beschreibt ein auf Anordnung Pombals errichtetes Fort auf Porto Santo, das 1923 versteigert wurde und heute der Wasserversorgungsgesellschaft von Porto Santo gehört.
- Ilhéu da Pontinha
Funchal. Felsinsel mit einer Treppe für Soldaten und Leuchtturmpersonal.
Eine Felsinsel am westlichen Ende des zum Anlanden geeigneten Uferabschnitts im Hafen von Funchal. Sie besitzt eine Treppe für Soldaten und Leuchtturmpersonal und wurde 1861 als Standort für ein festes Leuchtfeuer vorgeschlagen.
- Pontinha
Machico. Standort des Passagierkais und früherer Anlegestufen.
Die Pontinha ist ein Küstenvorsprung am westlichen Ende der Bucht von Funchal. Ursprünglich hieß sie Ilhéus, nach zwei felsigen Inselchen, die später durch Mauern und den 1889 fertiggestellten Wellenbrecher mit dem Ufer verbunden wurden. Das Elucidário beschreibt ihre Festungen, Kapelle, ihren Leuchtturm, den Anleger für Passagiere und die Straße sowie Sturmschäden in den Jahren 1757 und 1892 und die dort seit 1901 bestehende Seuchenbekämpfungsstation für den Schiffsverkehr. Hier gingen bedeutende Besucher wie der Nuntius und Erzherzogin Leopoldina an Land. Ein Ortsteil gleichen Namens wird auch unter den wichtigsten Ortsteilen der Gemeinde Machico aufgeführt.
Personen
Erwähnte Personen · 01-
Verfasser eines Werks über Madeira, das eine 1817 bestehende Anlegetreppe bei Pontinha erwähnt.