Thunfisch
Originaltitel: Atum
Beschreibt die vier in den Gewässern Madeiras bekannten Thunfischarten, ihre örtlichen Bezeichnungen und Fangzeiten sowie ihren einst niedrigen Preis als „Fleisch der Armen“.
Auf Madeira kennt man den Roten Thun (Thynnus thynnus), den Gelbflossenthun (T. albacora), den Großaugenthun (T. obesus) und den Weißen Thun (Thunnus alalunga; port. atum voador) (T. alalonga). Von diesen Arten sind nur die erste und die letzte in den Gewässern Portugals nachgewiesen worden. T. thynnus kennen die portugiesischen Fischer unter den Namen atum, atum de direito und atum de revés, T. alalonga unter den Namen atum galha comprida, alvacora und albacora. Früher nannte man den Thunfisch das „Fleisch der Armen“, weil dieser recht nahrhafte Fisch auf dem Markt zu einem niedrigen Preis verkauft wurde (25 bis 80 Réis das Kilo, je nach Fangmenge). Heute dagegen bekommt man denselben Fisch kaum unter 300 Réis pro Kilo.
Der Weiße Thun, atum voador oder einfach voador genannt, wird höher geschätzt als die übrigen Arten, weil sein Fleisch schmackhafter und heller ist; beim Kochen nimmt es mitunter eine fast weiße Farbe an.
Die Thunfische, Knochenfische aus der Familie der Makrelen (Scombridae), werden mit der Leine gefangen und nicht in Netzen, wie es im Mittelmeer geschieht. Der Rote Thun, die größte Art, erscheint vor allem von März bis Mai, der Gelbflossenthun von August bis Oktober, der Großaugenthun von März bis Mai und der Weiße Thun von November bis Januar.
In diesem Artikel
Ort
Erwähnte Orte · 02- Mittelmeer
Multiple. Als Meer gegenübergestellt, in dem Thunfische mit Netzen statt mit Angeln gefangen werden.
Wird als Meer gegenübergestellt, in dem Thunfische mit Netzen statt mit Angeln gefangen werden.