Guiomar (Aussichtspavillon der Dona)
Originaltitel: Guiomar (Mirante de D.)
Ein Aussichtspunkt auf der Quinta das Angústias in Funchal, der als Orientierungspunkt beim Ankern diente. Er ist nach Dona Guiomar Madalena Acciaioly benannt, deren Güter um 1800 wegen Schulden gegenüber der Staatskasse beschlagnahmt wurden.
In den alten Anweisungen für das Ankern im Hafen von Funchal (Porto do Funchal) ist der Aussichtspavillon (mirante) von Dona Guiomar verzeichnet, weil er sich von Bord der Schiffe aus leicht ausmachen und erkennen ließ. Er steht auf der Quinta (Landgut) das Angústias (‚Landgut der Schmerzen‘), die dem Grafen Alexandre Carlos de Lambert (siehe dort) gehörte und mit Urkunde vom 19. August 1903 an Dr. Júlio Paulo de Freitas verkauft wurde.
Dona Guiomar, genauer Dona Guiomar Madalena Acciaioly, die Dame, nach der der Aussichtspavillon der einstigen Quinta das Angústias benannt ist, lebte Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Wegen Schulden bei der Staatskasse (Fazenda Nacional) wurde ihr Besitz gepfändet. Ihr gehörte das inzwischen abgerissene Haus am Largo da Sé (‚Domplatz‘), in dem sich das Gefängnis (siehe dort) befand, und sie besaß weitere Gebäude in der Stadt. Im Archivo da Marinha e Ultramar wird ein Schreiben des Gouverneurs Dom José Manuel da Câmara an Dom Rodrigo de Sousa Coutinho erwähnt, das die Übersendung von Wechseln der Finanzkammer (Junta da Fazenda) an die königliche Schatzkammer sowie von Juwelen, Silberzeug und Wandteppichen aus dem Nachlass von Dona Guiomar Madalena betraf.
In diesem Artikel
Zeit
Erwähnte Jahre · 01Ort
Erwähnte Orte · 04- Guiomar · Gegenstand
Funchal
Der Mirante de Dona Guiomar ist ein Aussichtspunkt auf der Quinta das Angústias in Funchal, der als Orientierungspunkt beim Ankern diente. Er ist nach Dona Guiomar Madalena Acciaioly benannt, deren Güter um 1800 wegen Schulden gegenüber der Staatskasse beschlagnahmt wurden.
- Hafen von Funchal
Funchal. Hafen, für den der Aussichtspunkt als Orientierungspunkt diente.
Die Bucht von Funchal ist der größte Hafen des Madeira-Archipels und der führende Hafen der angrenzenden Inseln. Die Felsinsel liegt an ihrem westlichen Ende; die Bucht ist 4 Meilen vom Hafen von Câmara de Lobos entfernt. Das Elucidário enthält Statistiken zum Schiffsverkehr von 1901 bis 1943 und berichtet von Ereignissen wie Besuchen durch Kaperschiffe und Kriegsschiffe.
- Largo da Sé
Funchal. Platz, an dem das später abgerissene Haus von Dona Guiomar stand, das danach als Gefängnis diente.
Ein Platz in Funchal, an dem das Haus von Dona Guiomar stand. Ab 1802 nutzte es der Stadtrat, später diente es als Gefängnis. Dort wurde ab 1686 das Krankenhaus der Misericórdia errichtet, 1822 der Grundstein für ein liberales Denkmal gelegt und Verfassungsdokumente verbrannt.
- Quinta das Angústias
Funchal. Landgut, auf dem sich der Aussichtspunkt befindet.
Die Quinta das Angústias ist ein Landgut in Funchal, auf dem Kaiserin Amélie und der Herzog von Leuchtenberg während ihrer Aufenthalte wohnten. Später kaufte der Graf von Lambert es als Wohnsitz. Auf dem Anwesen steht der Aussichtspunkt Mirante de Dona Guiomar.
Personen
Erwähnte Personen · 05- Alexandre Carlos de Lambert1816–1866
Früherer Eigentümer der Quinta das Angústias, auf der sich der Aussichtspunkt befindet.
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Frau des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts, nach der der Aussichtspunkt benannt wurde; ihr Besitz wurde wegen Schulden gegenüber der Staatskasse beschlagnahmt.
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Gouverneur von Madeira, der über die Übersendung des von Dona Guiomar geerbten Schmucks, Silbers und der Wandteppiche an die königliche Schatzkammer berichtete.
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Kaufte die Quinta das Angústias mit Urkunde vom 19. August 1903.
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Minister, an den der Gouverneur den Brief über den Nachlass von Dona Guiomar richtete.