Garapau
Erläutert, dass Garapau auf Madeira und Porto Santo junge Goraz bezeichnet, anders als Carapau auf dem portugiesischen Festland, womit junge Stöcker gemeint sind.
Dieser Name wird sowohl auf Madeira als auch auf Porto Santo (‚Heiliger Hafen‘) den Jungtieren des Goraz und mitunter des Besugo gegeben (siehe dort). Erreicht der erste dieser Fische eine gewisse Größe, heißt er Peixe anique, und erst als ausgewachsenes Tier erhält er die Bezeichnung Goraz. Der erwachsene Goraz sucht die Tiefe auf, während die Jungtiere, die Garapaus, in Küstennähe leben, wo sie von einfachen Liebhabern mit der Angelschnur gefangen werden.
Bekanntlich besteht keinerlei Verwandtschaft zwischen den Garapaus Madeiras und den Carapaus Portugals; der letztere Name bezeichnet die Jungtiere des Chicharro (siehe dort), einer Art, die auch in den Meeren um die Iberische Halbinsel vorkommt.
In diesem Artikel
Ort
Erwähnte Orte · 02- Porto Santo
Ort, an dem die Bezeichnung Garapau verwendet wird.
Eine Insel des Archipels, die zugleich mit Madeira besiedelt wurde und eines der drei Kapitanate bildete. Sie war stets eine einzige Gemeinde, deren Kirche Nossa Senhora da Piedade geweiht und wiederholt geplündert wurde. Das Elucidário berichtet vom Überfall maurischer Piraten im Jahr 1617, von der eigenen Misericórdia der Insel und von einem auf dieser von Dürre bedrohten Insel angelegten Regenwasserkanal.