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Elucidário Madeirense Startseite
Artikel Nr. 0909 Brauchtum und Volkskultur Bd. I · S. 518–519 1 Min. Lesezeit

Charamba

Ein beliebtes madeirisches Volkslied, das gewöhnlich als improvisiertes Gesangsduell in Vierzeilern vorgetragen und auf Braguinha, Viola de Arame und Rajão begleitet wird.

Charamba

Ein auf Madeira häufig gesungenes Volkslied, besonders bei der Landbevölkerung. Es ist eine schlichte, wenig ausgeprägte Melodie aus acht Takten im Dreiertakt und langsamer Bewegung, die mit einem lebhaften Ritornell im Zweiertakt abwechselt. Gespielt wird es meist in G auf der Braguinha (kleine madeirensische viersaitige Gitarre, Vorläuferin der Ukulele), begleitet von Viola de arame (Volksgitarre mit Metallsaiten) und Rajão (fünfsaitige madeirische Gitarre).

Der Charamba (improvisiertes madeirisches Volkslied) wird meist als Wettgesang zwischen zwei oder mehr Personen vorgetragen, die in improvisierten Vierzeilern dichten und das Leben der Umstehenden zum Thema nehmen. Die Anspielungen können dabei liebenswürdig, aber auch anzüglich und sogar beleidigend sein. Sind die Gemüter bei der Unterhaltung durch häufiges Zechen schon erhitzt und die Verse allzu reizend, kann der Gesang in einem Tumult enden, bei dem sogar die Instrumente auf den Köpfen der Sänger zerschlagen werden.

In dem interessanten Buch von Carlos Santos mit dem Titel Tocares e Cantares da Ilha, das 1937 in Funchal erschien, findet sich ein Kapitel mit der Überschrift „O Charamba“, das ausführlich von diesem madeirischen Volkslied handelt.

In diesem Artikel

Zeit

Erwähnte Jahre · 01
  1. Carlos Santos veröffentlichte „Tocares e Cantares da Ilha“ in Funchal.

Ort

Erwähnte Orte · 01
Karte: Madeira (1)
  1. Funchal

    Erscheinungsort des Buches von Carlos Santos.

Personen

Erwähnte Personen · 01
  1. Verfasser von „Tocares e Cantares da Ilha“ (Funchal, 1937), das ein Kapitel über die Charamba enthält.

Auf dem Bogen C

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