Ferral
Beschreibung der roten Rebsorte Ferral, die in Funchal, Seixal und Ponta Delgada wegen ihrer großen Tafeltrauben angebaut wird; früher auch Alicante und Moscatel tinto genannt.
Blätter auf beiden Seiten kahl, mit 5 tiefen, gezähnten oder eingeschnitten-gezähnten Lappen; Zähne sehr ungleich, dreieckig, spitz oder zugespitzt; Seitenbuchten geschlossen oder wenig offen, die Stielbucht mehr oder weniger offen; Trauben meist groß und kegelförmig, dicht oder locker, geflügelt; Beeren rot, groß, elliptisch oder länglich, fest, mit ziemlich fester Haut und etwas grünlichem Fruchtfleisch. Triebe bräunlich. Durchschnittliche Beerenlänge: 35 Millimeter. – Die Sorte wird in Funchal, in Seixal (‚Kiesstrand‘) und in Ponta Delgada (‚schmale Spitze‘) angebaut. Sie liefert sehr große und schöne Tafeltrauben, deren Geschmack jedoch wenig fein ist. Früher war sie auch unter den Namen Alicante und Moscatel tinto bekannt.
In diesem Artikel
Ort
Erwähnte Orte · 03- Funchal
Ort, an dem Ferral angebaut wird.
Die Hauptstadt des Archipels und Sitz des wichtigsten Kapitanats, wo die Besiedlung begann; um 1451–52 wurde der Ort zur Kleinstadt erhoben. Seine Bucht, die größte des Archipels, liegt zwischen Ponta do Garajau und Ponta da Cruz und bietet einen geschützten Ankerplatz, obwohl der Hafen nie ozeanografisch untersucht worden war. Das Elucidário behandelt Funchal als Kurort mit Klimadaten und berichtet über die Unruhen im Januar 1906, den Besuch des dänischen Prinzen im Mai 1846 und junge Vulkankegel in der Umgebung.
- Ponta Delgada
São Vicente. Gemeinde, in der Ferral angebaut wird.
Ponta Delgada ist eine Gemeinde an Madeiras Nordküste und eine der drei Gemeinden des Kreises São Vicente. Sie besitzt eine Landspitze und einen kleinen Fischereihafen. Das Fest des Senhor Jesus ist eine große Gelübdewallfahrt; Ponta Delgada war zudem Sitz einer Capitania-mor. Im Jahr 1856 wurden dort 409 Choleratote verzeichnet.
- Seixal
Porto Moniz. Gemeinde, in der Ferral angebaut wird.
Gemeinde an der Nordküste Madeiras, gegründet 1553 und Teil des Kreises Porto Moniz. Als Porto Moniz aufgelöst wurde, gehörte sie vorübergehend zu São Vicente. Sie besitzt einen Kai und die Landspitze Ponta do Buraco und wurde durch das Hochwasser von 1895 beschädigt. Das Elucidário verzeichnet dort wachsende einheimische Pflanzen und nennt Seixal als Geburtsort von João de Azevedo.