Corrico
Beschreibt corrico, eine madeirische Methode des nächtlichen Schleppangelns mit einem ganzen kleinen Fisch als Köder, im Gegensatz zum auf dem portugiesischen Festland gebräuchlichen corripo mit einem weißen Stofffetzen als Köder.
Auf Madeira gebräuchliche Fangmethode: Ein Boot fährt und zieht eine oder zwei Leinen hinter sich her, an deren Ende ein Haken mit dem Köder sitzt. Durch die Bewegung gleitet der Köder nicht allzu tief unter der Wasseroberfläche dahin. Am besten eignen sich für dieses Schleppangeln, das nachts betrieben wird, die Bicuda, die Enchova und der Serralhão; ausnahmsweise fängt man aber auch die Caneja und andere Fische, die gewöhnlich dicht unter der Meeresoberfläche umherziehen. Der Köder ist fast immer ein kleiner ganzer Fisch, ein Chicharro. Darin unterscheidet sich die Methode vom Corripo, dem in Portugal üblichen Verfahren, bei dem man ein Stück weißen Lappen am Haken befestigt, Amostra genannt, das der getäuschte Fisch für einen appetitlichen Köder hält.
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Erwähnte Orte · 01- Portugal
Dort wird die andere Methode, corripo, angewandt.
Portugal, das Mutterland Madeiras. Dem Elucidário zufolge wurden vor 1877 Artillerieabteilungen vom Festland zur Garnisonierung Madeiras entsandt; 1874 wurde Madeira durch ein Telegrafenkabel mit Portugal verbunden. Früher wurden auch Färberwaid und Honig als Geschenke von der Insel dorthin geschickt. Orangen und Oliven vom Festland werden mit denen von Madeira und Porto Santo verglichen und günstiger beurteilt.