Haus der Vierundzwanzig
Originaltitel: Casa dos Vinte e Quatro
Funchals Zunftgremium aus Vertretern der Handwerksberufe, dem der juiz do povo vorstand. Es wählte ihn und die vier mesteres im Stadtrat. 1834 wurde es abgeschafft.
So hieß eine Vereinigung aus Abgeordneten der Handwerkszünfte, deren Vorsitz der Volksrichter (juiz do povo, gewählter Vertreter der Zünfte) führte.
Am 21. Januar 1812 erging an den Richter, die Ratsherren (vereadores) und die übrigen Amtsträger des Stadtrats von Funchal ein königliches Schreiben (carta régia), das anordnete, „dass der Stadtrat, solange nicht ein neues Gebäude mit den nötigen Räumlichkeiten errichtet wird, der Körperschaft des Vorstands (mesa) der Vierundzwanzig die Benutzung des Saals der Ratssitzungen gestatte“.
Das Haus der Vierundzwanzig (Casa dos Vinte e Quatro, Versammlung der Zünfte) wählte den Volksrichter und ebenso die vier Zunftvertreter (mesteres), die dem Senat (senado, der Stadtrat) angehörten. Es wurde durch das Dekret vom 7. Mai 1834 aufgehoben.