Malva
Madeirischer Name für Garten-Pelargonien sowie wild wachsende Lavatera- und Malva-Arten, die als erweichende Heilmittel verwendet werden; auf Porto Santo fertigen die Einwohner Seile aus Fasern von Lavatera arborea.
Die Madeirer bezeichnen mit diesem Namen sowohl die in Gärten kultivierten Arten der Gattung Pelargonium als auch die Arten der Gattungen Lavatera und Malva, die im Archipel wild oder verwildert vorkommen. Pelargonium inquinans ist das häufigste der in die Gärten eingeführten Storchschnabelgewächse; Lavatera cretica, Malva silvestris und M. parviflora sind die vorherrschenden Malvengewächse auf Madeira. Alle diese Malvengewächse wirken erweichend und werden gegen Entzündungen eingesetzt. Der Absud ihrer Blüten oder Blätter dient für Gurgelwasser, Bäder, Augenwasser usw. Die Bewohner von Porto Santo (‚Heiliger Hafen‘) stellen Seile aus den Fasern her, die sie durch Zerstoßen aus Lavatera arborea gewinnen, einer auf jener Insel angebauten und eingebürgerten Art.
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Erwähnte Orte · 02- Porto Santo
Die Einwohner fertigen Seile aus Fasern von Lavatera arborea.
Eine Insel des Archipels, die zugleich mit Madeira besiedelt wurde und eines der drei Kapitanate bildete. Sie war stets eine einzige Gemeinde, deren Kirche Nossa Senhora da Piedade geweiht und wiederholt geplündert wurde. Das Elucidário berichtet vom Überfall maurischer Piraten im Jahr 1617, von der eigenen Misericórdia der Insel und von einem auf dieser von Dürre bedrohten Insel angelegten Regenwasserkanal.